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Mehr als 500 Flüge fallen aufgrund des Streiks in Frankfurt aus.

Flughafen Frankfurt

Mehr als 550 Flüge vom Streik betroffen

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Das Sicherheitspersonal am Flughafen Frankfurt legt die Arbeit nieder. Bis 20 Uhr werden Flugreisende an den Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs nicht abgefertigt - und können nicht fliegen.

Wer am Dienstag vorhat, einen Flug vom Frankfurter Flughafen aus zu nehmen, hat großes Pech. Durch einen fast ganztägigen Streik des Sicherheitspersonals am größten Flughafen Deutschlands werden von 2 bis 20 Uhr keine Flugreisenden an den Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs abgefertigt und können somit auch nicht fliegen.

„Jeder, der in dieser Zeit zum Flughafen kommt, kommt umsonst“, sagte Fraport-Sprecher Christian Engel. Der Flughafenbetreiber hatte für den Dienstag rund 1200 Flüge mit 135 000 Passagieren geplant. Etwa 570 Flüge würden voraussichtlich ausfallen, sagte der Sprecher am Montagnachmittag. Das Transitgeschäft werde aber planmäßig stattfinden. Dies betreffe Reisende, die Frankfurt nur als Zwischenhalt nutzen und in einen anderen Flieger umsteigen, um zu ihrem eigentlichen Ziel zu kommen. „Diese Reisenden befinden sich im sauberen Bereich und können ohne Sicherheitskontrolle weiter“, sagte Engel. Sollte für Transitreisende, beispielsweise in die USA, eine erneute Sicherheitskontrolle nötig sein, werde diese im Transitbereich durchgeführt.

Fraport werde am Streiktag auch ein rund 60-köpfiges Care-Team im Einsatz haben, das für Fragen zur Verfügung steht. Die Mitarbeiter sollen sowohl im Transitbereich als auch in den Terminalhallen die Reisenden mit Informationen versorgen. In speziellen Fällen würden auch Verpflegung, Decken oder Feldbetten zur Verfügung gestellt werden.

Lufthansa als größte Airline am Frankfurter Flughafen sprach am Montagnachmittag von etwa 500 Flügen, die ausfallen würden. Die interkontinentalen Flüge über den Transitbereich werde man wie geplant durchführen. Auch nach Ende des Streiks um 20 Uhr werde es Lufthansa-Flüge geben, die noch am Abend starten würden, äußerte eine Sprecherin. Die Fluglinie hatte ihren Kunden angeboten, die ausfallenden Dienstagsflüge umzubuchen. Mehrere Tausend Kunden hätten das kostenfreie Angebot genutzt und seien bereits am Montag geflogen.

Hintergrund für den Streik ist die aktuelle Tarifrunde des Sicherheitspersonals. Die Gewerkschaften Verdi und DBB Beamtenbund und Tarifunion haben etwa 500 Mitarbeiter in Frankfurt zum Streik aufgerufen. Sie fordern bis zu 20 Euro brutto pro Stunde – ein Anstieg von teilweise bis zu 40 Prozent. Die Arbeitgeberseite hält das für unrealistisch und biete bisher nur eine Erhöhung um 40 Cent an, so Verdi. Neben Frankfurt werden auch München, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Hannover und Leipzig/Halle bestreikt.

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