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Flughafen Frankfurt: Laudamotion legt Einspruch gegen Bußgeld ein

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Die Airline wehrt sich gegen Bußgeldbescheid. Im Februar gab es einen neuen Rekord bei den Nachtflügen.

Die Fluggesellschaft Laudamotion ist nicht bereit, das Bußgeld in Höhe von 272 500 Euro zu zahlen. Die Airline habe „form- und fristgerecht Einspruch gegen den Bescheid eingelegt“, teilt das hessische Verkehrsministerium am Donnerstag auf FR-Anfrage mit. Außerdem legte es die Bilanz für den abgelaufenen Februar vor. Die ist wesentlich schlechter als in den beiden Jahren zuvor. Zu 15 Landungen nach 23 Uhr kamen 46 Starts. Verantwortlich für den Negativrekord sind vor allem die Drohnen, die am 8. Februar den Flughafenbetrieb lahmgelegt hatten. 16 Ausnahmegenehmigungen gab es außerdem am 27. Februar wegen Kapazitätsengpässen durch lange Rollzeiten und wegen Enteisung, so Ministeriumssprecherin Franziska Richter.

Laudamotion heißt inzwischen Lauda und gehört zu Ryanair. Das Unternehmen soll im Sommer 2018 regelmäßig gegen das Nachtflugverbot verstoßen haben. Das Bußgeld betrifft 68 Flüge von Mallorca nach Frankfurt, die eigentlich um 22.45 Uhr landen sollten. Die Airline ist telefonisch nicht erreichbar. Auf eine schriftliche Anfrage der FR reagiert sie seit Tagen nicht.

Der Einspruch der Fluggesellschaft kommt nicht überraschend. Minister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatte mit einer juristischen Auseinandersetzung gerechnet. Nach seinen Angaben erreichten alleine im September 13 der insgesamt 28 Landungen aus Mallorca Frankfurt erst nach 23 Uhr. Acht mussten sogar nach Hahn im Hunsrück ausweichen, denn nach Mitternacht ist der Frankfurter Airport geschlossen. Die Höhe der Strafe berechnet sich nach dem finanziellen Vorteil der Airline. Also danach, was sie hätte zahlen müssen, um die rund 160 Passagiere pro Flug zu entschädigen und von Hahn nach Frankfurt zu transportieren.

In Frankfurt gilt ein Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr. Zwischen 23 und Mitternacht sind allerdings Starts nach Einzelgenehmigungen erlaubt. Der Grund muss außerhalb des Einflussbereichs der Airline liegen. In dieser Stunde sind auch auf das ganze Jahr gerechnet bis zu 7,5 Landungen täglich gestattet. Bedingung: Die Verspätungen ergeben sich nicht aus den Flugplänen.

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