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Lufthansa streicht wegen Omikron 33.000 Verbindungen – dennoch starten tausende Leerflüge

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Von: Isabel Wetzel

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Die Lufthansa streicht wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante tausende Flüge. Warum trotzdem zahlreiche, unnötige Leerflüge starten. 

Frankfurt ‒ Aktuell bereitet die rasante Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus* in Europa große Sorgen. In Deutschland hat die neue Variante zwar bislang nicht die Oberhand gewonnen, breitet sich aber dennoch immer weiter aus und ist mittlerweile in allen Bundesländern nachgewiesen. Besonders über die Weihnachtsfeiertage rechnen Experten mit zahlreichen Neuinfektionen. Davon ist auch wieder die Lufthansa* betroffen, die jetzt zahlreiche Flüge im Januar und Februar gestrichen hat.

Insgesamt 33.000 Flüge nimmt der Konzern vom Winterflugplan, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) sagte. Und eigentlich könne man noch deutlich mehr Flüge reduzieren - würde eine EU-Richtlinie das nicht verbieten.

„Abriss in den Buchungen“: Lufthansa streicht wegen Omikron 33.000 Flüge

Spohr verwies im Interview mit der FAS auf die zusätzlichen Reisebeschränkungen und verschärften Corona-Kontrollen*, die für Verunsicherung bei den Reisenden sorgen: „Ab Mitte Januar bis Februar sehen wir einen scharfen Abriss in den Buchungen.“ Die Nachfrage sei im Januar sogar so schwach, dass sie noch deutlich mehr Flüge hätten reduzieren können. „Aber wir müssen im Winter 18.000 zusätzliche, unnötige Flüge durchführen, nur um unsere Start-und-Lande-Rechte zu sichern“, sagte der Lufthansa-Chef in Frankfurt*.

Ein Lufthansa-Flugzeug auf dem Miami International Airport: Wegen einer Krankheitswelle hatte die Lufthansa kurz vor Weihnachten zahlreiche Interkontinentalflüge gestrichen. Jetzt folgen weitere Flugstreichungen.
Auch im neuen Jahr 2022 werden wegen der Corona-Krise wieder zahlreiche Flugzeuge der Lufthansa am Boden bleiben. © Lynne Sladky/dpa

Zahlreiche Lufthansa-Flüge werden Anfang 2022 also voraussichtlich kaum besetzt oder sogar leer starten. Laut Spohr habe man für die Zeit der Pandemie in fast allen Teilen der Welt bereits Ausnahmen von dieser Regelung gefunden, die EU erlaube das allerdings nicht.

Krankheitswelle bei der Lufthansa: Zahlreiche Flüge gestrichen

Ein Meilenstein für die Lufthansa nach den Corona-Krisenjahren ist vor allem, dass wieder fast alle Ziele angeflogen werden. Aktuell seien rund 75 Prozent der Flotte wieder im Einsatz. Trotzdem ist die Krise noch nicht überwunden und Corona wird die Branche weiter beuteln. Hinzu kommt bei der Lufthansa aktuell eine Krankheitswelle unter den Piloten.

Vor allem zahlreiche Verbindungen über den Nordatlantik in die USA wurden deshalb gestrichen, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag (23.12.2021) der Deutschen Presse-Agentur. Auch am Flughafen Frankfurt* sind mehrere Flüge in die USA gestrichen worden. Vor allem für die Langstreckenflugzeuge Airbus A330 und A340 sucht die Lufthansa daher intern dringend nach Ersatzpiloten und -pilotinnen. (iwe) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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