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Personalprobleme am Flughafen Frankfurt: Flop mit Ansage

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Von: Jutta Rippegather

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Ein entspannter Sommer war es für viele Reisende nicht.
Ein entspannter Sommer war es für viele Reisende nicht. © Imago

Mit Aushilfen aus der Türkei lassen sich in der schwierigen Hauptreisezeit im Sommer die Personalprobleme nicht lösen.

Es war eine Schnapsidee. Purer Aktionismus. Ein Schnellschuss angesichts der Chaos-Bilder an Flughäfen zu Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen. Von langen Warteschlangen und heulenden Reisenden, die ihren Jet nach Mallorca verpasst hatten.

Die Politik versprach beschleunigte Genehmigungsverfahren für die Aushilfen aus der Türkei. Eine geschäftstüchtige Anatolierin sattelte flugs auf Arbeitsvermittlerin um und nährte bei jungen Landsleuten Hoffnung auf einen gut bezahlten Job. All das wäre nicht nötig gewesen, wenn Flughafenbetreiberin Fraport umsichtige Personalpolitik betrieben hätte.

Probleme am Flughafen Frankfurt: Die Branche hat sich die Suppe selbst eingebrockt

Stattdessen entließ die Branche in der Corona-Pandemie was ging. Die Suppe müssen die verbliebenen Beschäftigten auslöffeln und Reisende, die um ihren Flugurlaub bangen.

Gepäckabfertigung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe und keine für kurz Angelernte. Ist mehr als Kofferwuchten. Wer auf dem Vorfeld arbeitet, muss die Regeln beherrschen, eine strenge Sicherheitsüberprüfung bestehen. Das Türkeiphantom lenkte nur kurz von den Verfehlungen der Branche ab. Der Flopp ist alles andere als eine Überraschung. (Jutta Rippegather)

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