Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In der Nähe von Flughäfen ist der Einsatz von Drohnen nicht erlaubt.
+
In der Nähe von Flughäfen ist der Einsatz von Drohnen nicht erlaubt.

Frankfurt

Flughafen Frankfurt: Auf der Suche nach Drohnen-Detektiven

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
    schließen

Der weltweit erster Test am Frankfurter Flughafen abgeschlossen. Das Ergebnis ernüchternd.

Die Bundespolizei geht von einer gezielten „Störaktion durch unbekannte Täter“ aus. Im Extremfall wären dadurch am Samstagabend Menschen zu Schaden gekommen: Wieder musste der Frankfurter Flughafen nach Drohnensichtungen den Betrieb einstellen. Wieder sieht es so aus, dass sich jemand nicht zufällig verflogen hat. Zwei Flüge wurden annulliert, einer nach Köln umgeleitet, 23 Maschinen gingen mit Ausnahmegenehmigungen verspätet nach Beginn des Nachtflugverbots in die Luft. Ob es sich um eine oder mehrere Drohnen handelte, blieb offen. Gesichert ist: Das gesichtete Exemplar war deutlich größer als die handelsüblichen.

Es war die erste Drohnen-Behinderung am Frankfurter Flughafen im noch relativ jungen Jahr, sagt Ute Otterbein, Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen. Und es wird wohl kaum die letzte sein.

2020 kam es zu insgesamt 24 Meldungen auf dem Rhein-Main-Airport. Gleich zu Jahresbeginn sorgten zwei Zwischenfälle für insgesamt viereinhalb Stunden Stillstand. Denn im Extremfall werden überhaupt keine Start- und Landefreigaben mehr erteilt.

Drohnen sind auf den Radarschirmen der Fluglotsen nicht sichtbar. Das stellt Otterbein und ihre Kolleg:innen vor die Aufgabe, andere Möglichkeiten der Ortung zu finden. Die DFS hat im vergangenen Jahr eine umfangreiche Machbarkeitsstudie mit Detektions-Systemen initiiert. In der Zeit von August bis November testeten die Expert:innen an den Flughäfen Frankfurt und München Systeme von insgesamt sechs Technologie-Anbietern.

Eines arbeitet mit Akustik - was sich angesichts des Geräuschpegels auf einem Großflughafen als ungünstig erwies. Ein anderes mit Frequenzscanning, das auch zu demjenigen führt, der am Boden steuert. Es war der weltweit erste Test dieser Art, sagt Otterbein. Das Resultat habe gezeigt, dass es keine schnelle Lösung gebe: „Es gibt kein Produkt, das alles kann.“ Wie es weitergehen soll, entscheide das Bundesverkehrsministerium. Auch die DFS hat in der Vergangenheit schon an Möglichkeiten der Ortung geforscht. Unter anderem mit der Telekom, die Fluggeräte via Mobilfunkchip erkennbar machte.

Der Einsatz von Drohnen wird immer beliebter. Seit Oktober 2018 gelten verschärfte Regeln für den Flug: Große Geräte müssen gekennzeichnet sein, manche brauchen sogar eine Aufstiegserlaubnis. Ist das Objekt schwerer als zwei Kilo, braucht der Pilot einen Kenntnisnachweis. Die maximal erlaubte Flughöhe beträgt 100 Meter. Über „sensiblen Zonen“ sind Drohnenflüge ganz verboten – wie über Flughäfen wie in Frankfurt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare