Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das mobile Impfteam der Johanniter bietet Impfen ohne Termin an. Rolf Oeser
+
Das mobile Impfteam der Johanniter bietet Impfen ohne Termin an.

Pandemie

Corona in Frankfurt: Zweite Impfung ohne Termin möglich

An der Jahrhunderthalle in Frankfurt verabreicht ein mobiles Team Corona-Impfungen. Viele werden spontan auf das Angebot aufmerksam. Termine sind nicht nötig. 

Frankfurt-Höchst - „Ich wusste gar nichts von der Aktion, aber jetzt habe ich meine zweite Impfung.“ So wie Ceyda geht es heute (05.08.2021) einigen, die nur einen Ausflug zum Flohmarkt vor der Jahrhunderthalle geplant hatten. Auf den wenigen Metern vom Eingang des Geländes bis zu den ersten Ständen läuft man an einem Container des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) vorbei – davor steht auf einem Papp-Aufsteller in dicken Lettern: „Hier impfen. Ohne Termin“.

Die 17-Jährige hatte eigentlich in wenigen Tagen den Termin für ihre zweite Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech. Doch sie entschied sich spontan, die Impfung vorzuziehen. Es gehe ihr nicht um Vorteile, die durch eine Impfung entstünden – viel eher wolle sie sich und ihre Familie schützen.

Corona-Impfstoff: Unbegrenzt viele Dosen zur Verfügung

Das Impfteam, bestehend aus mehren Mitarbeitenden des ASB sowie dem Arzt Leo Latasch, ist am Mittwoch bereits seit 8 Uhr vor Ort. Nach knapp vier Stunden hat Latasch etwa 20 Personen geimpft. Obwohl er an diesem Tag bis zum Ende um 14 Uhr noch mit bis zu doppelt so vielen Impfwilligen rechnet und unbegrenzt viele Dosen zur Verfügung hätte, bemerke er ein abnehmendes Interesse. „Wir haben in Frankfurt eine Schwelle erreicht“ – wenn Menschen jetzt noch nicht geimpft seien, gebe es dafür vor allem zwei Gründe: Bequemlichkeit oder Überzeugung.

Sonderaktionen

Unbedingt den Ausweis und, sofern vorhanden, Impfpass und Krankenkassenkarte mitbringen: Mehr braucht es nicht, um sich von einem der mobilen Teams der Stadt Frankfurt impfen zu lassen. Das Gesundheitsamt rät, Aufklärungsmerkblatt, Anamneseformular und Einwilligungserklärung ausgedruckt und unterschrieben mitzubringen. Zu finden sind sie online beim RKI. Am Donnerstag und Freitag (05.08. und 06.08.2021) wird ab 9 Uhr auf dem Campus der University of Applied Sciences in der Nibelungenallee geimpft.

Dazu kommt noch das Zögern: Bettina Ambs hätte sich mit ihren 68 Jahren bereits schon länger impfen lassen können, doch sie zweifelte. Vor kurzem entschied sie sich doch für die Impfung, wegen des einzelnen Piks für das Vakzin von Johnson & Johnson. Der entstehende „soziale Druck“ auf Ungeimpfte sei für sie ausschlaggebend gewesen.

Corona-Regelungen im Urlaub? Vorziehen des Impftermins ist möglich

Mobile Impfteams seien für die nächsten zwei Monate der richtige Weg, schätzt Latasch, der als Impfkoordinator für die Johanniter arbeitet. Aktuell würden in Frankfurt 50 Ärztinnen und Ärzte in Einsatz gehalten, die für die Impfinitiative der Stadt unterwegs seien. Die Teams hielten nicht nur auf Flohmärkten, sondern führten auch Hausimpfungen durch. Davon profitierten etwa Bettlägerige. Zusätzlich impften die Ärztinnen und Ärzte auch in Firmen und unterstützten damit Betriebsärzt:innen.

Den Impftermin vorzuziehen rettet manchmal auch die Sommerferien. Philipp Doormann ist mit seiner 14-jährigen Tochter zur Jahrhunderthalle gekommen – sie erhält nun zwei Wochen früher ihre zweite Impfung. So kann sie mit aufs Zeltlager, dass sie für ihren Termin aufgrund der Corona-Regelungen sonst hätte abbrechen müssen. Die 14-Jährige wollte sich impfen lassen – zur Erleichterung ihres Vaters. „Sonst hätte ich noch mal darüber reden wollen“, sagt Doormann.

Die Entscheidung kann auch bei den anderen mobilen Terminen spontan getroffen werden. Sich trotz eines ausstehenden Termins hier impfen zu lassen, sei kein Problem, so Latasch. Man dürfe nur nicht vergessen, die Termine bei Hausärzt:innen oder im Impfzentrum abzusagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare