Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das Drittel eines Klassenzimmers schwebt auf die Baustelle.
+
Das Drittel eines Klassenzimmers schwebt auf die Baustelle.

Gymnasium Nord

Fliegende Klassenzimmer

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
    schließen

Das Gymnasium Nord bekommt einen Bau aus Holzmodulen - und wird zur größten Schule Europas in dieser Bauweise. Eine neue Technik soll das Problem der Kühlung lösen.

Als Erich Kästner „Das Fliegende Klassenzimmer“ schrieb, hatte er sicher nicht das Szenario vor Augen, das sich derzeit am Gymnasium Nord abspielt: Dort fliegen wirklich Klassenzimmer. Denn in Westhausen entsteht die größte Schule aus Holzmodulen in Europa, und es baumeln acht oder sogar 18 Meter lange Räume am Kran. Der hebt das Zimmer vom Transporter – es ist das Drittel eines 60 Quadratmeter großen Klassenraums –, lässt es durch die Luft schweben und setzt es passgenau auf dem Bauplatz ab. Inklusive Fenster. Die sind schon eingebaut.

Im Jahr 2016 hat das Gymnasium Nord an der Muckermannstraße eröffnet. In Holzmodulen. Dort wird es im nächsten Schuljahr zu eng, ein Bau für weitere Jahrgänge und die Verwaltung entsteht nun nebendran in Holzmodulbauweise. Vor zwei Wochen kamen die ersten Module, im Mai soll das dreistöckige Gebäude stehen. Zeitgleich wird eine Mensa gebaut, und alles soll im Sommer für die Schüler fertig sein. „Mit der modularen Bauweise schaffen wir es, schnell und zügig zusätzlichen Raumbedarf abzubilden“, sagte Baudezernent Jan Schneider (CDU) am Donnerstag auf der Baustelle.

Schülerzahl wächst

Zügig muss die Stadt bauen, da die Schülerzahl stetig wächst, „um 20 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre“, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). 20 Schulen müssten eröffnet werden, „mit Interimsstandorten müssen wir uns daher weiterhin beschäftigen.“ Denn der 50-Millionen-Euro-Bau des Gymnasiums Nord ist nur ein Übergangsstandort, bis die Schule nach Bonames-Ost zieht. „Da gibt es aber noch keinen Zeitplan“, sagte Weber. Wenn das Gymnasium ausgezogen ist, sollen den Bau aber weitere Schulen nutzen.

Zwar hat die Stadt bereits Holzmodule für Schulen aufgestellt, aber schwierig war es bisher immer mit der Kühlung. In Holzbauten wird es schnell heiß. Mit einem nächtlichen Kippen der Fenster hat man es probiert. Das sei aber ohne Schutz davor nicht einbruchsicher und koste so Fensterfront, sagte Schneider. Deswegen baut die Stadt nun Betonelemente zur Kühlung in die Decke. „Das ist Neuland, diese Technik gibt es erst seit kurzer Zeit“, sagte Schneider. Deshalb begleitet das Fraunhofer-Institut das Projekt. „Um zu gucken“, sagte Weber, „ob der Effekt auch eintritt, den wir uns erhoffen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare