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Trainieren im Fitnessstudio der TG Bornheim.
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Trainieren im Fitnessstudio der TG Bornheim.

Frankfurt

Fitnessstudios in Frankfurt: Trainieren nur mit Schnelltest

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Seit dieser Woche haben in Frankfurt die Fitnessstudios geöffnet. Rein darf nur, wer negativ getetest, vollständig geimpft oder genesen ist.

Ganz allein trainiert und schwitzt eine junge blonde Frau im „Amiga Women Fitness“-Studio an diesem Dienstagmittag in Bockenheim. Es ist superstill, die Musik, die sie antreibt, hört nur sie allein über ihre Kopfhörer.

Es ist der erste Tag seit dem November-Lockdown, an dem das Frankfurter Frauenfitness-Studio, zu dem auch ein Studio in Rödelheim gehört, wieder geöffnet sein darf. Offiziell ist es in Frankfurt seit Montag wieder möglich zu trainieren: unter Auflagen. Eine davon, und die gab es bislang nicht für Studios in der Pandemie, ist, dass der Einlass nur mit gültigem negativem Schnelltest-Nachweis, der nicht älter als 24 Stunden ist, gestattet wird. Ansonsten dürfen nur vollständig Geimpfte (14 Tage nach der zweiten Impfung) und Menschen, die einen Genesenen-Nachweis haben, mit Termin im Studio trainieren. „Selbsttests sind im Fitnessstudio nicht erlaubt und führen wir auch nicht vor Ort durch“, betont Trainingsleiter Alexander Ulitzka, der allein an der Empfangstheke in Bockenheim steht. „Bislang haben nur eine Handvoll Leute angerufen und sich für einen 60-Minuten-Termin angemeldet. Vielen ist es zu nervig, sich extra fürs Studio testen zu lassen“, sagt Ulitzka.

Unterschiedlich viel los in den Frankfurter Fitnessstudios

Er hofft, dass in zwei Wochen (7. Juni) die Inzidenz in Frankfurt weiter unter 100 bleibt – und dann die Testpflicht bei Stufe 2 des hessischen Öffnungsplans für Studios wegfällt. „So lange müssen wir geduldig bleiben“, sagt er. Die einzige Trainierende an diesem Mittag, Sandy, sagt: „Ich habe in Frankfurt heute keinen freien Termin zum Testen bekommen, also bin ich nach Hattersheim zum Testen gefahren. Denn ich bin so froh, dass ich wieder trainieren darf. Zu Hause kann ich mich nicht aufraffen, da bin ich ein Fitness-Muffel und bleibe auf der Couch.“ Die 26-Jährige betont, dass sie die Ruhe im Studio gut findet: „Ich trainiere gerne für mich allein. Und da nur ein Test pro Woche kostenlos ist, bin ich auch bereit, für den zweiten Test privat zu zahlen. Das ist es mir wert.“ Muss sie aber gar nicht. Denn laut dem hessischen Sozialministerium kann sich jede oder jeder in den Testzentren (im Rahmen verfügbarer Kapazitäten) unbegrenzt häufig kostenlos testen lassen.

Mehr Schwitzende gibt es bei der Turngemeinde (TG) Bornheim. „Am Pfingstmontag haben 100 Leute einen Termin gebucht“, sagt Christian Arndt, Leiter des Fitnessstudios. Auch am Dienstag hätten sich einige angemeldet. Dass so viele trotz Testpflicht gekommen seien, habe ihn positiv überrascht. „Eine Hälfte kam mit Tests, die anderen sind geimpft oder haben ein Genesenen-Schreiben. Nur ganz wenige mussten wir wegschicken, weil sie keine Nachweise hatten.“

Kurse wieder in zwei Wochen möglich, wenn die Inzidenz unter 100 in Frankfurt bleibt

Bis zu den Geräten herrscht Maskenpflicht, der reguläre Mindestabstand von 1,5 Meter müsse eingehalten werden, es gelte die Regel: pro 40 Quadratmeter eine Person. „Manche Geräte mussten wir sperren, um den Mindestabstand einzuhalten.“ Sie hofften und planten, dass sie bald wieder Kurse anbieten können. Wenn die Inzidenz weitere 14 Tage unter 100 bliebe, wären auch wieder Gruppenkurse drinnen, aber auch Outdoor mit maximal zehn Teilnehmenden möglich.

Der Betreiber der Amiga-Studios, Jörg Hidding, sagt, dass sie 50 Prozent ihrer Mitglieder im Corona-Jahr verloren hätten. Kurse seien ihr Herzstück. Käme im Herbst eine vierte Welle und würden da die Staatshilfen nicht bis Ende 2021 verlängert, fürchtet er eine große Insolvenzwelle bei den Fitnessstudios.

Auch haben in Frankfurt die Hotels für Touristen und die Außengastronomie wieder geöffnet

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