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Fit for Future: Die fünfjährige Mia testet die neuen Sportgeräte.

Höchst

Fitness unter freiem Himmel

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Die Sportjugend stellt sechs Trainings-Geräte an der Karl Blum-Allee auf. Besucher können rund um die Uhr sporteln.

Die riesige alte Kastanie spendet Schatten. Doch Besucher sollen darunter trotzdem ins Schwitzen kommen. Vor dem Haus der Sportjugend an der Karl Blum-Allee 5 – 9 gibt es nun auch unter freiem Himmel die Möglichkeit, Fitnessgeräte zu nutzen. Das Besondere: Jeder Passant kann das Angebot jederzeit nutzen, weil es vor dem Haus der ehemaligen McNair-Kaserne frei zugänglich ist.

Am Freitag haben die Verantwortlichen der Sportjugend zusammen mit Sportdezernent Markus Frank (CDU) ihren „Outdoor-Gerätepark“ eröffnet. Sechs Fitnessgeräte wurden enthüllt.

Petra Preßler, Vorstandsvorsitzende der Sportjugend, sagt: „Ohne sich irgendwo anmelden zu müssen, haben Bewohner aus dem Stadtteil jetzt eine weitere Möglichkeit, Sport zu treiben“. Im Haus gibt es gleich mehrere Fitnessräume, die Besucher ohne Anmeldung nutzen können. Bereits am Sachsenhäuser Sportzentrum „Kuckucksnest“ sowie in Zeilsheim hat die Sportjugend öffentlichen Fitnessgeräte unter freiem Himmel aufstellen lassen.

Auch in Rödelheim sollen Geräte folgen. Dazu will Preßler aber noch nicht zu viel verraten. Nur so viel: Sie sollen nicht vor dem nächsten Jahr aufgestellt werden.

Gekostet haben die Geräte 20 000 Euro, die Stadt hat die Hälfte beigesteuert, die andere Hälfte die Sportjugend selbst finanziert. Sportdezernent Frank sagt: „So günstig, mit so einem kleinen Zuschuss von 10 000 Euro hätten wir als Stadt die Geräte nirgendwo aufstellen können“. Es hätte Ausschreibungen bedurft, was kein Amt hätte leisten können. Er lobt die Sportjugend für ihr Engagement und ihre Recherche beim Kauf.

In den Farben dunkelgrau und knallgrün sind die robusten Metall-Konstruktionen gehalten, die in den Boden einbetoniert worden sind. Drumherum liegen weiße Kieselsteine. Es gibt einen Hometrainer zum Strampeln wie beim Rad fahren, zwei Geräte zum Trainieren der Arm-Muskulatur und zwei Wippen für die Beine.

Bei dem einen werden sie nach vorne und hinten, beim anderen nach links und rechts geschwungen. Das letztere würde Akin Künbet gerne mal ausprobieren. Der 19-Jährige schaut mit seinem Kumpel Noman Momand aus dem Fenster des Kraftraums im Haus der Sportjugend, als die Outdoor-Geräte enthüllt werden. Die beiden Freunde aus dem Lindenviertel würden dreimal pro Woche zum Trainieren vorbei kommen, berichten sie, mal im Keller zum Hanteln stemmen sowie für Kniebeugen, mal zum Training an den Geräten.

Durch einen Klassenausflug vor einigen Jahren sind die jungen Männer auf das Angebot der Sportjugend aufmerksam geworden. Künbet sagt, er schätze das „gemeinschaftliche Verhältnis“ unter den Besuchern und Mitarbeitern. Dass sie jetzt auch draußen an Geräten Sport treiben können, finden beide angenehm.

„Es ist eigentlich eine gute Sache, weil draußen mehr Platz ist und es drinnen im Sommer ziemlich warm werden kann“, sagt Momand mit Handtuch um den Hals. Dann widmen sie sich wieder ihrem Training im Fitnessraum. Im Anschluss wollen sie auch mal die neuen Geräte draußen austesten.

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