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Fischer geht, Wetzel kommt

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Von: Stefan Behr

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Erstmals führt eine Frau als Präsidentin das Frankfurter Amtsgericht

Wechsel an der Spitze des Amtsgerichts: Mit dem heutigen Tag verabschiedet sich der 65 Jahre alte Erich Fischer in den Ruhestand und übergibt den Staffelstab an die 60-jährige Sabine Wetzel.

Fischer leitete das Amtsgericht seit dem 15. August 2015. Zuvor war der gebürtige Hanauer unter anderem Richter am Landgericht Hanau und am Oberlandesgericht Frankfurt und zeitweise an das hessische Justizministerium und die Staatskanzlei abgeordnet. Von April 2007 an fungierte er als Vizepräsident des Amtsgerichts Offenbach. Es folgten Stationen als Präsident des Amtsgerichts in Kassel ab 2009 und als Präsident des Landgerichts Fulda.

Susanne Wetzel hat Fischer gegenüber insofern Heimvorteil, als sie bereits in Frankfurt geboren wurde. Ihr größtes Manko, Abitur in Offenbach, macht sie dadurch wett, dass sie ihr komplettes Jurastudium an der Frankfurter Goethe-Universität durchzog, wo sie auch ihre Staatsexamen ablegte.

1990 arbeitete Wetzel zunächst als Rechtsanwältin in Frankfurt, bevor sie im selben Jahr als Richterin auf Probe am Landgericht zur Justiz wechselte. 1994 wurde sie ans Justizministerium abgeordnet, wo sie zehn Jahre lang tätig war. 2004 wurde sie Vizepräsidentin des Landgerichts Frankfurt, 2010 trat sie die Präsidentinnenstelle des Landgerichts Hanau an.

Die feierliche Urkundenübergabe an beide wurde angesichts der Seuchenlage in kleinem Rahmen und mit wenig Publikum begangen. Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) ließ es sich dennoch nicht nehmen, vorbeizuschauen und ein paar Worte zu sprechen. Weil sich das so gehört und vielleicht aus Solidarität: Wetzel ist die erste Frau an der Spitze des Amtsgerichts. skb

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