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Firmen sichtbarer machen

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Von: Friedrich Reinhardt

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Die erste Sitzung des Gewerbevereins für Preungesheim, Eckenheim, Frankfurter Berg und Berkersheim. Am Tisch sitzen von links: Andreas Eggenwirth, Peter Martus, Patrick Martus Michaela Ronge, Kevin Jackson, Andreas Hahn, Tobias Hagemann:
Die erste Sitzung des Gewerbevereins für Preungesheim, Eckenheim, Frankfurter Berg und Berkersheim. Am Tisch sitzen von links: Andreas Eggenwirth, Peter Martus, Patrick Martus Michaela Ronge, Kevin Jackson, Andreas Hahn, Tobias Hagemann: © Friedrich Reinhardt

Ein neuer Gewerbeverein im Frankfurter Nordosten will den Einzelhandel in Stadtteilen ohne eigene Einkaufsstraße stärken. Werbung machen sie für Geschäfte und Firmen in Preungesheim, Eckenheim, Berkersheim und am Frankfurter Berg.

Es sind Details, die der neue Gewerbeverein für Preungesheim, Eckenheim, den Frankfurter Berg und Berkersheim noch klären muss. Auf einen Namen haben sich die sieben Gründungsmitglieder noch nicht geeinigt. Auch die Mustersatzung von der Frankfurter Wirtschaftsförderung muss noch überarbeitet werden. Dass der Gewerbeverein gegründet werden wird, das steht für die Mitglieder aber fest. Ebenso das erste Projekt, das auch schon vorbereitet werden soll.

„Wir wollen den Bürgern zeigen, welche Unternehmen es in unseren Stadtteilen gibt“, sagt Andreas Eggenwirth von der Gastroagentur „Gourmet-Connect“. Ihn wählten die sieben Gründer zum zweiten Vorsitzenden des Gewerbevereins. Die Gewerbetreibenden in Preungesheim und den anderen Stadtteilen hätten einen Nachteil, den der Verein ausgleichen soll: „Wir haben keine geschlossene Infrastruktur“, sagt Eggenwirth. Die Firmen seien wild verstreut. Einen räumliche Nähe wie auf der Berger oder der Leipziger Straße gebe es nicht.

Darum seien die Firmen auch untereinander nicht systematisch vernetzt, erklärt Tobias Hagemann, Business Development Director bei Atos und Erster Vorsitzender des zukünftigen Gewerbevereins. Das solle sich mit der Vereinsgründung ändern. „Da geht es auch um betriebswirtschaftliche Nachhaltigkeit, ein Gewerbeverein ist ein Forum, in dem Unternehmer Nachfolger suchen können.“ Außerdem wolle der Verein den Mitgliedern helfen, sich im digitalen Raum für die Kundschaft zu präsentieren.

Gewerbeschau im Juli

Patrick Martus von der gleichnamigen Metzgerei an der Homburger Landstraße geht es vor allem darum, dass die Unternehmen mit Hilfe des Vereins kraftvoller und mit einer einheitlichen Stimme für ihre Interessen bei der Stadt eintreten können.

Stromausfälle hätten etwa 2020 die Kühlung in der Metzgerei abgeschaltet, bei der Sparkasse die Automaten und beim Zahnarzt den Bohrer mitten in einer Operation. „Da muss die Stadt etwas dagegen tun.“ Dies einzufordern, wäre eine Aufgabe für den Gewerbeverein.

Auch bei einer Sanierung der Homburger Landstraße in Preungesheim sollen die Bedürfnisse der Geschäfte und Unternehmen nicht vergessen werden. Etwa beim Thema Parkplätze, sagt Andreas Hahn, Geschäftsführer bei Kämpf und Co.

„Ich glaube, das Gewerbe in Preungesheim wird massiv unterschätzt. Der Stadtteil wird viel zu sehr auf JVA und das Wohngebiet im Frankfurter Bogen reduziert.“ Das soll sich mit dem ersten Projekt des Gewerbevereins ändern: Eine Gewerbeschau am Samstag, 9. Juli, auf dem Gelände von Kämpf und Co. an der August-Schanz-Straße. Parallel zum Sommerfest des Preungesheimer Vereinsrings auf dem Gravensteiner Platz sollen sich im Gewerbepark August-Schanz-Straße die Firmen vorstellen. Preungesheim habe viele neue Einwohner:innen, die die Geschäfte vor Ort nicht kennen, sagt Eggenwirth. Das mache die Arbeit des Vereins so wichtig.

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