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Kultur

Finanzierung des Kulturcampus in Frankfurt klären

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) fordert die Stadt Frankfurt auf, die Finanzierung des Kulturcampus zu klären, damit der Architektenwettbewerb starten kann.

Die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) sieht den Neubau der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (HfMdK) auf dem Kulturcampus in Bockenheim durch das Vorgehen des Kulturdezernats verzögert.

„Es wäre sehr, sehr hilfreich, wenn die Stadt endlich eine klare Zusage zur Finanzierung des Kulturcampus machen würde“, sagte sie in einem Gespräch mit Bastian Bergerhoff, dem Vorstandssprecher der Grünen in Frankfurt, das auf Instagram übertragen wurde. Seit 2018 liege die Machbarkeitsstudie zum Kulturcampus vor, die das Land finanziert habe. Im Landeshaushalt seien 170 Millionen Euro für den Neubau der HfMdK eingeplant; die ursprünglichen 100 Millionen Euro wurden inzwischen aufgestockt. „Bei der HfMdK sind wir in den Startlöchern“, sagte sie. Der Architektenwettbewerb könnte in den kommenden Wochen beginnen. Dazu brauche es aber eine Finanzierungszusage der Stadt. Die stehe aus.

Tatsächlich stehen im städtischen Haushalt keine Mittel für einen Architektenwettbewerb oder das Zentrum der Künste bereit. Um die Mittelknappheit zu umgehen, schlug Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) vor, die Stadt könne den Bau des Nordteils des Zentrums der Künste an die städtische ABG Holding auslagern. Diese vermiete dann an die Nutzer:innen. Den Südteil mit HfMDK und Frankfurt Lab solle das Land planen und bauen. Synergien zwischen HfMdK und Frankfurt Lab seien beispielsweise bei Tiefgarage, Heizräumen und Foyer möglich.

Dorn hielt dem entgegen, das Land sehe sich nicht in der Pflicht, für die Stadt ein Frankfurt Lab zu planen und zu finanzieren. Die Ministerin ging so weit, eine Einmischung der Stadt in die Autonomie der Hochschule zu unterstellen, da Hartwig eine Teilung der Funktionsräume vorgeschlagen hatte.

HfMdK drängt auf Neubau

An der HfMdK macht sich Unverständnis breit. Es sei schade, dass die Vision eines Kulturcampus als Frage gemeinsamer Toiletten, Heizungsanlagen und Parkplätze diskutiert werde, sagte die Sprecherin von Hochschulpräsident Elmar Fulda. Es gehe darum, dass Künstlerinnen und Künstler einen Ort hätten, an dem sie sich auf ihre eigene Kunst konzentrieren, aber auch hinübergehen und erfahren könnten, was andere machten, um im gemeinsamen Tun Neues zu entwickeln. „Dazu bedarf es einer Architektur autarker Strukturen, die sich zugleich dem Gegenüber und in den Stadtraum öffnet.“ Die HfMDK dränge auf die Realisierung des Neubaus.

„Als Ensemble Modern wünschen wir uns, dass der Architekturwettbewerb nun endlich lanciert und der Kulturcampus dabei als Ganzes gedacht wird“, sagte Christian Fausch, Geschäftsführer des Ensemble Modern. Auch für den Fall, dass zunächst nur der Südteil gebaut werde.

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