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Wer auf ein Bild klickt, schlägt die „Rhizom Filmgeschichte“ des Filmmuseums auf.
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Wer auf ein Bild klickt, schlägt die „Rhizom Filmgeschichte“ des Filmmuseums auf.

Museen in Frankfurt

Filmmuseum Frankfurt: Was die ersten Film-Minuten verraten

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Das Frankfurter Filmmuseum bietet eine umfangreiche digitale Geschichte zu Filmanfängen an.

Eine Blondine verlässt ein Theater und fährt zu einem Mann ins Hotel. Er bietet ihr einen Vertrag als Solo-Tänzerin an, beide werden miteinander intim. Ein Laufjunge gibt währenddessen an der Rezeption ein mysteriöses Paket ab...

Die ersten Minuten der Edgar-Wallace-Produktion „Der Mann mit dem Glasauge“ (1969) lassen erahnen, dass das Schäferstündchen nicht gut ausgehen wird. Welche filmischen Tricks diese Ahnung im Zuschauer erzeugen und ob sie in anderen Filmen so oder anders verwandt wurden, können Cineast:innen seit gestern in der „Rhizom Filmgeschichte“, einem neuen digitalen Vermittlungsprojekt des Deutschen Filminstituts und Filmmuseum (DFF) in Frankfurt, erforschen.

Filmmuseum

„Rhizom Filmgeschichte“ heißt das neue digitale Vermittlungsprojekt des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums in Frankfurt.

Es präsentiert die Anfänge von etwa 100 deutschen Filmen. Sie sind über Themenpfade und Schlagwörter miteinander verknüpft und ermöglichen so einen digitalen Ausflug in die deutsche Filmgeschichte. lad

www.rhizom.film

Die Anfänge von etwa 100 deutschen Filmen aus den 1910er bis 2000er Jahren sind bislang in der „Rhizom Filmgeschichte“ enthalten. Basis dafür sind die von der bundesweiten Intiative „Förderprogramm Filmerbe“ bereits digitalisierten Filme, wie DFF-Direktorin Ellen M. Harrington bei der Vorstellung des neuen Angebots ihres Hauses erläuterte. Und mit der Digitalisierung weiterer Streifen werde auch die Geschichte der Filmanfänge stetig wachsen.

„Rhizom“, ein Begriff, der in der Biologie ein komplexes Wurzelgeflecht bezeichnet, verweist darauf, wie die Filmgeschichte aufgebaut ist. Alles in der intuitiv bedienbaren Erweiterung von filmportal.de, einer vom DFF betriebenen zentralen Internentplattform für den deutschen Film, sei in einem dynamischen Prozess auf vielfältige Weise miteinander verbunden, sagte DFF-Projektleiterin Ines Bayer. Die Anfänge von Werken aus allen Epochen und Gattungen des deutschen Films werden in der „Rhizom Filmgeschichte“ anhand motivischer, stilistischer und thematischer Ähnlichkeiten miteinander in Beziehung gesetzt.

Wer beispielsweise besagte Edgar-Wallace-Produktion anklickt, kann zu anderen Filmanfängen wechseln, etwa zum ebenfalls von Regisseur Alfred Vohrer gedrehten „Gorilla von Soho“. Und es lassen sich noch vier Themenpfade erkunden, weitere, etwa zur Musik, sind in Arbeit.

Zum „Mann mit dem Glasauge“ werden Ausflüge in eine „Kleine Stilgeschichte des Filmanfangs“, Exkurse zur Typografie und zu urbanen Schauplätzen im Film sowie Konventionen im Filmanfang bei Krimis angeboten. Die Filmgeschichte soll auch eine physische Präsenz im Museum erhalten. Ihre Erstellung wurde von der Art Mentor Foundation Lucerne und „Experimente#digital“, einer Kulturintiative der Aventis Foundation, gefördert.

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