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Einsatz in Kriftel: Mitarbeiter der Bahn und des Technischen Hilfswerks (THW) sägen Äste eines Baumes ab, der beim Sturm am 24. April 2019 auf die Bahngleise gestürzt ist.

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Sturm fegt durch Frankfurt: Feuerwehr rückt zu 74 Einsätzen aus

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Beschädigte Bäume, abgedeckte Dächer: Der Sturm hält die Feuerwehr in Frankfurt am Mittwochabend auf Trab.

Der Sturm kam plötzlich - und machte vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern Beine: Die Außenplätze in den Lokalen der Stadt waren am Mittwochabend zur Feierabendzeit gut gefüllt, als sich der Himmel verfinsterte  und gegen 19 Uhr heftiger Wind aufkam. Viele schnappten sich Teller und Gläser, flüchteten sich in die Lokale und beobachteten von dort aus, was sich draußen abspielte: Blätter und Zweige fegten durch die Luft und über die Straßen, an geparkten Motorrädern blähten sich Regenschutz-Planen auf, Bauzäune kippten um, Bäume bogen sich im Wind - und bald war die erste Sirene zu hören. 

Am Morgen danach bilanziert ein Sprecher der Feuerwehr Frankfurt gegenüber FR.de insgesamt dokumentierte 74 Einsätze im Stadtgebiet. 47 Mal hatten es die Einsatzkräfte mit Schäden an Bäumen zu tun, vor allem mit abgeknickten Ästen und vereinzelt auch mit umgestürzten Bäumen. Von Schäden an Autos weiß der Sprecher am Donnerstagmorgen nicht zu berichten.  Bei  neun Einsätzen ging es um abgedeckte Dächer und herumfliegende Ziegel, die nach Kenntnis der Feuerwehr glücklicherweise niemanden verletzten. Am Mittwochabend hatte die Feuerwehr via Twitter von insgesamt „ca. 85 Einsätzen“ berichtet.

Sturm-Einsätze in Frankfurt bis in den späten Abend

Bis etwa 23 Uhr hielt der Sturm die Einsatzkräfte der Frankfurter Feuerwehr auf Trab. Zu Sachschäden konnte der Sprecher keine Angaben machen.

Auch der Bahnverkehr in und um Frankfurt war durch den Sturm beeinträchtigt. „Betroffen war vor allem die Linie S2“, teilte eine Bahnsprecherin auf Anfrage mit. Sturmschäden sorgten dafür, dass der S-Bahn-Verlehr zwischen Höchst und Hofheim teilweise ausfiel. Die Bahn setzte Ersatzbusse ein. Seit Donnerstagmittag 12 Uhr sei die Strecke wieder befahrbar, so die Sprecherin. 

Im Regionalverkehr zwischen Limburg und Frankfurt sorgten Oberleitungsschäden durch verwehte Äste laut RMV  für Verspätungen.  Betroffen seien die Regionalbahnlinien RE20 und RB22. Auch im Main-Kinzig-Kreis kann es nach Angaben des RMV noch zu vereinzelten Bahnverspätungen der Linie RB46 kommen. Die Sturmschäden an dieser Strecke seien jedoch behoben.

In der Landeshauptstadt Wiesbaden rückte die Feuerwehr innerhalb von zwei Stunden nach eigenen Angaben zu etwa 30 Einsätzen aus - unter anderem wegen einer abgerissenen Stromleitung in Erbenheim sowie wegen eines Baumes, der an der Auffahrt Biebrich zur Autobahn 66 auf die Fahrbahn zu stürzen drohte.  (mit dpa)

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