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Feuerwehrleute löschen eine brennende Gartenhütte in Sachsenhausen (Frankfurt)
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Die Feuerwehr rettet, was zu retten ist.

Tierschutz

Brand in Frankfurt: In Gartenhütte eingepfercht, im Feuer verendet – Zahlreiche Katzen und Tauben tot

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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In Sachsenhausen ermittel die Polizei gegen einen 47-Jährigen, in dessen niedergebrannter Gartenhütte dutzende Tiere gestorben sind. Brandursache war wohl ein technischer Defekt.

  • Am Sonntagabend ist in Sachsenhausen in Frankfurt eine Gartenhütte niedergebrannt.
  • Dem Feuer fielen zahlreiche Tiere zum Opfer, die dort unter offenbar unwürdigen Bedingungen auf engstem Raum gehalten wurden.
  • Die Kriminalpolizei Frankfurt ermittelt jetzt gegen den Inhaber der Gartenhütte und Halter der toten Tiere.

Frankfurt - Die Nachricht lässt zunächst an einen Tierzuchtverein denken: Ein Gebäude in Sachsenhausen brennt am Sonntagabend (06.12.2020) lichterloh, mehrere Hundert Tauben, einige Katzen und Hunde sind in Lebensgefahr – für viele kommt jede Hilfe zu spät. Es handele sich aber nicht um ein Vereinsheim, sondern um eine Gartenhütte, sagt eine Polizeisprecherin. Gegen den Besitzer werde nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Feuer in Gartenhütte in Sachsenhausen (Frankfurt): Kripo ermittelt

Sonntag, 19.30 Uhr im Länderweg. Es brennt, das Feuer in der Gartenhütte greift auch auf ein Gebäude auf dem Nachbargrundstück über. Die Feuerwehr ist schnell vor Ort und löscht den Brand; die Hütte wird jedoch vollständig zerstört. Was ist mit den Tieren? Etwa 300 Tauben, drei Hunde und „neun bis zwölf“ Katzen habe er auf dem Gelände untergebracht, sagt der 47-jährige Inhaber der Polizei. Brandschützer und Rettungsdienst sind mit 35 Kräften zur Stelle. Die Feuerwehr teilt noch am Abend mit, etwa 50 Tauben und acht Katzen seien ums Leben gekommen. Erste Ermittlungen deuten laut Polizei darauf hin, dass der technische Defekt eines Mehrfachsteckers den Brand in Sachsenhausen (Frankfurt) ausgelöst haben könnte.

Am Dienstag ermittelt die Kriminalpolizei Frankfurt vor Ort weiter wegen der genauen Brandursache – und wegen der offensichtlich nicht tierschutzgerechten Haltung der Tauben, Katzen und Hunde. „Viel zu viele Tiere auf viel zu engem Raum“, beurteilt eine Polizeisprecherin die Lage. Strafverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz seien gegen den 47-Jährigen eingeleitet worden. Die überlebenden Tiere würden in entsprechenden Tierschutzeinrichtungen untergebracht.

Nach Brand in Sachsenhausen in Frankfurt: Hilfe vom Taubenprojekt

Wenige hundert Meter von der niedergebrannten Gartenhütte entfernt liegt der Gnadenhof des Frankfurter Stadttaubenprojekts und direkt nebenan das Gebäude des Katzenschutzvereins Frankfurt– erste Befürchtungen, es könnte dort gebrannt haben, bestätigen sich nicht. Gudrun Stürmer, die Leiterin des Stadttaubenprojekts, bietet an, obdachlos gewordene Tauben in ihrer Einrichtung aufzunehmen. (Thomas Stillbauer)

Im Mai konnte die Feuerwehr in Bockenheim neun Katzen aus einer brennenden Wohnung retten – ein Tier fiel den Flammen zum Opfer.

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