Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die georgisch-britische Sängerin Katie Melua tritt in der Alten Oper auf. tinyur
+
Die georgisch-britische Sängerin Katie Melua tritt in der Alten Oper auf. tinyur

W-Festival

Festival in Frankfurt: Die Rückkehr der Frauen

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
    schließen

Das W-Festival plant für Ende August Livemusik in der Alten Oper – und eine Konferenz.

Nach einem Jahr Pause kehrt das W-Festival zurück auf die Frankfurter Bühne. Auf dem Programm stehen drei Konzerte in der Alten Oper Ende August und Anfang September – und ein stark besetzter Kongress über gesellschaftspolitische Themen. Es gibt bereits Tickets zu kaufen. „Women-of-the-World-Festival“ – unter diesem Titel startete das musikalische Frauen-Gipfeltreffen einst in Frankfurt. Und entschied sich bald für den schlankeren Titel: W-Festival. Zur zehnten Auflage hatten sich die Macher Bernd Hoffmann (künstlerische Leitung) und Klaus Bönisch (Veranstalter) im vorigen Jahr viel vorgenommen. Corona machte auch ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Mit umso mehr Elan kehrten sie nun zurück, sagt Hoffmann und schwärmt vom „Eventhighlight mit hochkarätigem Line-up“. Die französische Band Nouvelle Vague mit den Frontfrauen Mélanie Pain und Phoebe Killdeer macht am 30. August den Auftakt und spielt fein gewählte 70er- und 80er-Jahre-Coverversionen abseits des Mainstreams auf ihre eigene, unverwechselbare Art. Tags darauf folgt die Schweizer Songschreiberin Sophie Hunger, im vorigen Jahr mit ihren Album „Halluzinationen“ weit oben auch in den deutschen Charts. Am 3. September kommt die georgisch-britische Sängerin Katie Melua für ein Konzert in die Alte Oper, mehrfache „Echo“-Preisträgerin und bestens bekannt mit Hits wie „Nine Million Bicycles“. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, den kulturellen Neustart in Deutschland mitzugestalten“, sagt Bönisch. Möglich macht es unter anderem das Bundesprogramm Neustart Kultur, das das Festival fördert. Dazu zählt ein weiterer Höhepunkt: Ebenfalls am 3. September diskutieren mehr als 20 prominente Frauen in vier Gesprächsrunden über Themen wie „Frauen machen Zukunft: Wer gestaltet unsere Gesellschaft?“, „Worte und Taten: Wie bewegen Frauen in den Medien die Welt?“, „Frauen und Finanzen: Gleiche Leistung, gleiche Rechte, gleiches Geld?“ und „Beats und Bässe: Gibt es einen weiblichen Ton in der Musik?“

w-festival

Karten für die Musikshows in der pandemiegerecht bestuhlten Alten Oper gibt es im Vorverkauf bei www.frankfurtticket.de, Telefon 069/13 40 400.
Tickets für die W-Festival-Konferenz gibt es zusätzlich unter: https://w-festival.reservix.de.

Die Gespräche können auch über ein Streamingportal online verfolgt werden unter www.w-festival.de. ill

Mit dabei sind unter anderen Digitalisierungs-Staatsministerin Dorothee Bär, Astronautin Suzanna Randall, Moderatorin Dunja Hayali, Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig, Schauspielerin Martina Gedeck, Schauspielerin und Podcasterin Minh-Khai Phan-Thi, TV-Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes und Börsenexpertin Anja Kohl. Anschließend zeigen die Schauspielerinnen Iris Berben und Anke Engelke ihr Bühnenprogramm „Komisch“, eine Reise durch die Weltliteratur. Die Begrüßung übernimmt Staatsministerin Monika Grütters, das Schlusswort hat die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn.

Das W-Festival geht damit weiter auf dem Weg, nicht nur musikalische Frauen auf der Bühne zu präsentieren, sondern auch einen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen – hin zu Frankfurt als „Hauptstadt der Frauen“, wie es die Macher schon vor Jahren proklamierten. „Frankfurt und Rhein-Main sind prädestiniert für diese Idee“, sagt Bernd Hoffmann. „Unser Ansatz ist es, Frauen und ihre wichtige Arbeit in der und für Kultur, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik – eigentlich für die gesamte Gesellschaft – sichtbar zu machen.“ Und Klaus Bönisch freut sich: „Die Konferenz ist die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches.“

So lässt sich auch verschmerzen, dass ein liebgewonnener Teil des Festivals diesmal ausfällt: der Nachwuchswettbewerb mit der Open-Air-Bühne auf dem Stoltze-Platz. Das Casting der traditionell mehreren Hundert Bewerberinnen sei wegen Corona nicht zu organisieren gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare