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Die Evangelische Akademie wird wieder Veranstaltungsort ? so wie bei den Frankfurter Lyriktagen 2017.

Festivalkongress

Ein Festival für Gegenwartslyriker

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Im März kommen mehr als 100 deutschsprachige Dichter nach Frankfurt, um sich zu vernetzen.

Frankfurt bietet zeitgenössischen deutschen Lyrikern vier Tage lang eine Bühne für Veranstaltungen und zur Vernetzung. Beim Festivalkongress „Fokus Lyrik“ von 7. bis 10. März kommen insgesamt 124 Mitwirkende in die Stadt, außerdem zahlreiche Gäste, sagt Aino Kelle vom Veranstalter, dem städtischen Kulturamt.

Tagsüber diskutierten Autoren, Fachleute und Publikum über Produktion, Förderung und Rezeption von Lyrik – diese Veranstaltungen seien öffentlich, richteten sich aber vor allem an den Literaturbetrieb. Abends würden Lesungen und Performances für ein breiteres Publikum angeboten.

Veranstaltungsorte sind das Museum für Moderne Kunst, die Jugendkulturkirche Sankt Peter, das Künstlerhaus Mousonturm sowie die Evangelische Akademie und das Haus am Dom. Gefördert wird das Projekt durch die Kulturstiftung des Bundes. 

Eingeladen sind Autoren, Übersetzer, Veranstalter, Verlage, Buchhandel, Zeitschriften, Kritiker, Germanisten, Schulen sowie Internetplattformen. Mitveranstalterin ist die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aus Darmstadt.

Deren Vizepräsidentin, die Dichterin Monika Rinck, hat das Abendprogramm kuratiert. Beim Vortrag der poetischen Texte entstehe ein wechselseitiges Verhältnis zum Raum, in dem er stattfinde, kündigt sie an. Es gebe Live-Performances und interdisziplinäre Aufführungen. 

Das Kongressprogramm hat der Lyriker Tristan Marquardt entwickelt. Er will die Veranstaltungen nutzen, um auf die Produktionsbedingungen zeitgenössischer Lyrik aufmerksam zu machen.

Denn die deutschsprachige Dichtkunst sei heutzutage zwar „vielfältig und vielstimmig“, ihr Status aber immer noch prekär. „Wir müssen darüber diskutieren, was wir heute überhaupt unter Lyrik verstehen, welchen Ort die Lyrik im gesellschaftlichen Wandel hat und welche strukturellen Maßnahmen ergriffen werden können, um sie besser zu fördern“, sagt er.

Das Programm wird am 8. Februar vorgestellt. Die Eröffnung ist am Donnerstag, 7. März. Die Kongressveranstaltungen laufen vormittags bis nachmittags; abends finden die Publikumsveranstaltungen statt. Am Samstag, 9. März, fassen Literaturwissenschaftler die Geschichte der deutschsprachigen Lyrik bündig zusammen. „Fokus Lyrik“ endet mit einer Matinee am Sonntagvormittag. 

Der Festivalkongress ersetzt in diesem Jahr das Lyrikfestival Frankfurter Lyriktage, welches das Kulturamt alle zwei Jahre veranstaltet, zuletzt 2017. Die Lyriktage finden üblicherweise im jährlichen Wechsel mit dem Literaturfestival Literaturm statt.

Das Programm von „Fokus Lyrik“ wird am 8. Februar auf www.fokuslyrik.de veröffentlicht. Ein Festivalpass für alle Tage kostet 30 Euro, 25 Euro ermäßigt. Für einzelne Tage soll es Tagestickets geben. 

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