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Würde der Südbahnhof zum zweiten Hauptbahnhof, wäre am Diesterwegplatz in Sachsenhausen deutlich mehr los.
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Würde der Südbahnhof zum zweiten Hauptbahnhof, wäre am Diesterwegplatz in Sachsenhausen deutlich mehr los.

MObilität

Fernbahntunnel in Frankfurt: Kritik an Dauer und Kosten

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der Bau des Fernbahntunnels in Frankfurt koste zu viel und dauere zu lange, kritisiert die Initiative Frankfurt 22. Besser sei, die Strecke vom Hauptbahnhof zum Südbahnhof auszubauen.

Dass der Bund mehrere Milliarden Euro in das Frankfurter Schienennetz investieren will, kommt nicht bei allen gut an. Die Frankfurter Initiative „Frankfurt 22“, die einst gegründet wurde, um den Durchgangsbahnhof „Frankfurt 21“ zu verhindern, lehnt einen Fernbahntunnel in Frankfurt ab. Auch der Düsseldorfer Bahnfachmann Sven Andersen, der bis zur Rente bei der Deutschen Bahn arbeitete, spricht sich gegen das Projekt aus.

Aus Sicht von Autor Klaus Gietinger und Hans-Jürgen Hammelmann (Linke), Mitglied im Ortsbeirat 2, den Sprechern von Frankfurt 22, wird ein Fernbahntunnel in Frankfurt frühestens 2040 fertig. Die Kosten würden fünf Milliarden Euro übersteigen. Der Tunnel wäre länger als angekündigt, nämlich zehn statt 6,5 Kilometer.

Fernbahnhof soll erst nach 2040 fertig werden

Er läge in bis zu 35 Meter Tiefe und käme der nordmainischen S-Bahn in die Quere.

„Was geschieht denn bis 2040 mit dem schon jetzt zulaufverstopften Hauptbahnhof, sollen wir 20 Jahre auf eine Lösung warten?“, fragte Gietinger.

Falls 2030 von der Bahn 1500 statt wie jetzt 1200 Fernzüge erwartet würden, wie gehe die Bahn dann mit dem „grandiosen Zugstau“ um, fragte Hammelmann.

Aus ihrer Sicht bietet sich der viergleisige Ausbau der Strecke Frankfurt Süd zum Frankfurter Hauptbahnhof als Alternative zum Fernbahntunnel an. Für diese Planung habe die Bahn 2003 rund 70 Millionen Kosten und sechs Jahre Bauzeit veranschlagt.

Seit 2003 hat sich Frankfurt allerdings verändert. So sind zusätzliche Häuser an der Bahnstrecke in Sachsenhausen hinzugekommen.

Das hält auch den Düsseldorfer Bahnfachmann Sven Andersen nicht ab, den Ausbau der Strecke vom Südbahnhof zum Hauptbahnhof als Alternative zum Fernbahntunnel zu fordern. Aus seiner Sicht könnte der Südbahnhof zum zweiten Hauptbahnhof werden und den Hauptbahnhof damit entlasten.

Ausbau vom Südbahnhof zum Hauptbahnhof gefordert

Gegen eine südmainische Streckenführung des Fernbahntunnels vom Kaiserlei an spreche, dass damit der Nahverkehr auf die nordmainische Strecke verdrängt werde.

Eine nordmainische Fernbahntunnelvariante östlich des Ostbahnhofs machte die Deutschherrnbrücke überflüssig , sagte er. „Da die 1913 fertig gestellte Deutschherrnbrücke nun einmal existiert, muss man sie weiterhin sinnvoll nutzen.“

Andersen wirbt dafür, den Fernverkehr unter anderem zwischen Hamburg, Berlin und München über die Deutschherrnbrücke zum Südbahnhof und weiter zum Flughafen-Fernbahnhof zu leiten.

„Eisenbahnbetriebliche Zwänge sind stärker zu bewerten als jegliche Einwände gegen den Ausbau des Bahnhofs Frankfurt Süd“, sagte er.

Der geplante Fernbahntunnel in Frankfurt.

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