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Georg „Ferri“ Feils, Künstlerischer Leiter des Festival. Peter Jülich
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Georg „Ferri“ Feils, Künstlerischer Leiter des Festival. Peter Jülich

Frankfurt

Fensterkonzerte für Kinder

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Das Frankfurter Kinderliedermacherfestival bespielt aus dem Holzhausenschösschen heraus kostenlos den Park – und ist mangels Eintrittseinnahmen auf Spenden angewiesen

Kinder haben in den vergangenen 15 Monaten auf allerhand verzichten müssen. Auf Schule, Kita, Sport – und auch auf musikalische Erlebnisse. Zum Beispiel auf das Frankfurter Kinderliedermacherfestival, kurz FKLMF. Zwar fiel die 17. Ausgabe im Corona-Frühsommer 2020 nicht komplett aus, sondern wurde teilweise ins Netz verlegt. Außerdem wurden immerhin die Schulkonzerte nachgeholt, im Herbst, kurz bevor die zweite Pandemie-Welle das Land überrollte. Doch ansonsten war alles anders und nicht so, wie es die kleinen und großen Fans des Festivals gewohnt sind.

Auch im zweiten Jahr der Pandemie ist vieles anders, schon die Organisation sei wegen der Ungewissheit nicht einfach gewesen, sagt Georg Feils, Gründer und Künstlerischer Leiter des FKLMF. „Alle Pläne, die wir gemacht haben, wurden etliche Male umgeworfen.“ Wenn die Konzertsäle geschlossen blieben, seien Kunst- und Kulturschaffende in ihrer Kreativität neu gefordert. Die Frankfurter Bürgerstiftung hat eine corona-konforme Lösung für ihre Veranstaltungen gefunden: Unter dem Motto „Türen zu? Fenster auf!“ lässt sie aus dem Holzhausenschlösschen heraus „Flanierkonzerte“ erklingen für die Besucher:innen des Holzhausenparks. Auch das Kinderliedermacherfestival, mit dem die Bürgerstiftung seit fünf Jahren kooperiert, wird vom 21. bis 27. Juni aus den Fenstern des barocken Wasserschlosses schallen. „Eine schöne Idee“ sei das, das FKLMF sei der Bürgerstiftung sehr dankbar für diese Möglichkeit, sagt Feils, der als Ferri seit mehr als 30 Jahren Musik für Kinder macht. „Aber etwas merkwürdig ist es schon, aus dem Fenster heraus zu spielen und über die Wasserfläche hinweg die Kinder im Park zu erreichen.“ Bis zu 100 Menschen können in der Anlage kostenlos den Konzerten lauschen.

Das Festival

Das 18. Frankfurter Kinderliedermacherfestival vom 21. bis 27. Juni widmet sich unter dem Motto „Musik macht kleine große Menschen groß!“ dem Thema Kinderrechte.

Mit dabei in diesem Jahr sind Astrid Hauke, Ich & Herr Meyer und Festivalgründer Ferri, alias Georg Feils. Zusammen bilden sie die Kinderliedermacher-All-Star-Band.

Veranstaltungsort ist das Holzhausenschlösschen, Justinianstraße 5, beziehungsweise der Holzhausenpark drumherum. Die All-Star-Band spielt im Schloss an den geöffneten Fenstern, das Publikum lauscht draußen im Park.
Schulkonzerte für Frankfurter Grundschulen stehen von Montag, 21. Juni, bis Freitag, 25. Juni, auf dem Programm. In der Woche davor laufen die vorbereitenden Workshops mit den Schulen.

Familienkonzerte gibt es am Samstag, 26. Juni, und Sonntag, 27. Juni, jeweils um 15 Uhr.

Zuhören und -schauen ist kostenlos.

Um Spenden für das Festival wird gebeten über: www.mainfrankfurt.engagementportal.de/projects/95519 myk

www.fklmf.com

Das Festivalmotto lautet heuer „Musik macht kleine Menschen groß!“ und widmet sich dem Thema Kinderrechte – deren Verankerung im Grundgesetz just in dieser Woche gescheitert ist. Wie in den vergangenen Jahren hat Feils auch für 2021 eine Kinderliedermacher-All-Star-Band zusammengetrommelt, die gemeinsam das exklusiv für das Festival geschriebene Programm einstudiert und auf die Bühne, respektive ans Fenster bringt. Mit dabei sind Astrid Hauke aus Bielefeld, die als Lieselotte Quetschkommode schon 2012 und 2013 das FKLMF-Publikum begeistert hat, und das Berliner Duo Ich & Herr Meyer, alias Christoph Clemens und Jens Brix, die in ihren Songs verschiedene Stile von Pop über Rap und Reggae bis zu Singer-Songwriter mixen und damit Kinder aller Altersstufen ansprechen. Den Titelsong „Musik macht kleine Menschen groß!“ hat Ferri geschrieben. Auch eine CD wird es geben.

Neben den Familienkonzerten waren die Schulkonzerte schon immer ein Schwerpunkt des Festivals. Mit ihnen könnten auch Kinder erreicht werden, deren Eltern nicht mit ihnen ins Konzert gehen. „Über viele Jahre ist eine vertrauensvolle und sehr schöne Zusammenarbeit mit den Grundschulen gewachsen“, sagt Feils. „Diese Verbindung trägt beide Partner durch Höhen und Tiefen.“ Das hätten alle Beteiligten bereits im vergangenen Jahr gespürt. Die Schulen wüssten aus der langen Zusammenarbeit, wie gut den Kindern die Konzerte täten. „Und das gilt ganz besonders in einer Zeit mit weniger sozialen Kontakten und weniger Aktivitäten.“ Ein Beleg dafür sei, dass binnen weniger Tage Anmeldungen für mehr als 800 Schüler:innen eingegangen seien. Fünf Frankfurter Schulen nehmen ab 14. Juni teil an vorbereitenden Workshops, sowie an den Schulkonzerten vom 21. bis 25. Juni, alle ebenfalls am offenen Fenster im Holzhausenpark.

Umsonst und draußen: Das klingt gut, generiert aber keine Einnahmen. Die Finanzierung des Kinderliedermacherfestivals ist in diesem Jahr daher ein Problem. „Es ist für uns eine große Hilfe und Erleichterung, dass unsere Förderpartner auch in dieser Zeit und unter diesen Bedingungen zum Festival stehen und uns weiter unterstützen“, sagt die organisatorische Leiterin Zuzana Pesselová. Das reicht jedoch nicht aus, um die fehlenden Eintrittsgelder auszugleichen, weshalb das FKLMF die Frankfurter:innen und vor allem die Konzertgäste um Spenden bittet. Etwa 10 000 Euro werden gebraucht, um die Kosten decken zu können.

Astrid Hauke, bekannt als Lieselotte Quetschkomode. Timo Blaschke
Christoph Clemens und Jens Brix sind Ich & Herr Meyer. ich & Herr Meyer

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