Wirtschaft

Feldmann wirbt um Tiktok

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann wirbt um die Videoplattform Tiktok. Er hofft, dass das Unternehmen seine neue Europazentrale in Frankfurt ansiedelt.

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bemüht sich um eine Ansiedlung der Videoplattform Tiktok. Er hat dieses Interesse, wie sein Büroleiter Nils Bremer am Mittwoch bestätigte, bereits in einem Schreiben an den Vorstandschef des chinesischen Unternehmens Bytedance, dem Tiktok gehört, bekundet und die Unternehmensleitung zu Gesprächen eingeladen. Das sei in Abstimmung mit der international für die Region werbenden Marketinggesellschaft Frankfurt/Rhein-Main (FRM) erfolgt, hieß es auf Anfrage.

Bytedance sucht nach Medienberichten gerade einen Standort für die Europazentrale von Tiktok. Die bei Jugendlichen sehr beliebte Plattform ist umstritten. Sie steht etwa wegen Datenschutzbedenken und der Kontrolle durch chinesische Behörden in der Kritik. Microsoft und Twitter haben Interesse bekundet, Tiktok zu kaufen.

„Frankfurt ist ein idealer Standort für IT-Unternehmen und aus meiner Sicht für das internationale Hauptquartier der Firma ganz besonders“, sagt Feldmann. In seinem Schreiben an Bytedance bewirbt er den Standort Frankfurt etwa mit dem weltgrößten Internetknoten, den vielen Rechenzentren in der Stadt, der zentralen Lage in Europa, aber auch den exzellenten Verbindungen nach China, die Frankfurt über seine Partnerstadt Guangzhou pflege.

Bisher gelten eher Dublin, wo Tiktok ein Datenzentrum errichten will, und London als Favoriten für die Europazentrale. „Klar, die Konkurrenz ist groß, aber Frankfurt hat gute Voraussetzungen“, kommentiert Feldmann dies. „Mich würde es freuen, wenn es klappt.

„Wir freuen uns sehr über das Interesse“, teilt eine Sprecherin von Tiktok auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit. Bytedance prüfe, den Hauptsitz von Tiktok außerhalb der USA einzurichten, um den globalen Nutzern einen besseren Service anbieten zu können. Näher äußerte sich das Unternehmen zum möglichen Standort nicht.

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