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Vor allem in der Leitstelle wird Personal gebraucht.

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Oft Fehlalarm

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Brandmeldeanlagen sorgen dafür, dass die Feuerwehr in gut Dreiviertel aller Fälle unnötig ausrückt.

Wenn in der Leitstelle der Frankfurter Feuerwehr im Stadtteil Eckenheim ein Alarm eingeht, geht es dabei längst nicht immer um Leben und Tod. Genau genommen droht in den meisten Fällen gar keine Gefahr. So gab es im vergangenen Jahr 7050 Einsätze wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Brände. In 5357 Fällen (76 Prozent) handelte es sich um einen Fehlalarm.

Grund für diese hohe Quote seien Brandmeldeanlagen, sagt Rainer Heisterkamp, Sprecher der Branddirektion. Diese schlügen schon an, wenn jemand auf einem Hotelzimmer verbotenerweise raucht oder extrem heiß duscht und die Tür zum Badezimmer offen lässt. Auch bei Arbeiten von Handwerkern komme es immer wieder zu Fehlalarmen.

In jedem Fall muss die Feuerwehr dann mit einem Löschzug ausrücken, so Heisterkamp. Und wenn etwa vormittags in größeren Schulen der Alarm losgeht, fahren sogar mehrere Züge hin. Selbst wenn die Retter auf der Anfahrt erfahren, dass keine Gefahr droht, können sie nicht wieder umdrehen. Zumindest ein Fahrzeug muss an den Einsatzort, damit die Feuerwehrleute den Alarm abschalten und die Brandmeldeanlage wieder instand setzen können.

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Außer den Einsätzen bei Bränden weist die Statistik für die Frankfurter Berufsfeuerwehr 5604 technische Hilfsleistungen aus. Dabei kann es etwa darum gehen, Keller leerzupumpen, die nach starkem Regen vollgelaufen sind. Auch Einsätze nach Verkehrsunfällen, bei denen etwa Autofahrer aus ihren Fahrzeugen befreit werden müssen, fallen unter technische Hilfsleistungen. 

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