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Fechenheimer Wald in Frankfurt: Kein Zugang zu Baumhaus

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Von: Florian Leclerc

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Ein Baumhaus im Fechenheimer Wald.
Ein Baumhaus im Fechenheimer Wald. Foto: Michael Schick © Michael Schick

Das Verwaltungsgericht Frankfurt lehnt einen Eilantrag zum Fechenheimer Wald ab. Ein Aktivist wollte damit Zugang zu einem Baumhaus erwirken.

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat einen Eilantrag gegen das Betretungsverbot in dem Rodungsgebiet im Fechenheimer Wald abgelehnt. Ein Klimaaktivist hatte sich per Eilantrag gegen die Allgemeinverfügung des Forstamts Groß-Gerau gewandt. Die Verfügung sieht eine Sperrung im Rodungsgebiet sowie eine 90-Meter-Sicherheitszone um das Gebiet vor.

Der Aktivist argumentierte, er bewahre sein Hab und Gut in dem Baumhaus auf und müsse den Wald betreten, um zu dem Baumhaus zu gelangen. Er verwies auf die im Grundgesetz verankerte Unverletzlichkeit der Wohnung.

Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof möglich

Die zuständige zehnte Kammer des Verwaltungsgerichts bezweifelte die Berechtigung des Mannes, in dem Baumhaus zu wohnen. Das Baumhaus wurde laut Autobahn-GmbH, Besitzerin der Rodungsfläche, illegal errichtet. Das Gericht verwies auf das Hessische Waldgesetz. Bei einer Gefahr für Leib und Leben kann demnach eine Waldsperrrung verfügt werden.

Davon sei aufgrund der anstehenden Rodungsarbeiten auszugehen. Der Sicherheitsbereich sei auch kein Ort für eine Versammlung im Sinne des Grundgesetzes.

Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingelegt werden. AZ: 10 L 90/23.

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