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Fechenheimer Wald in Frankfurt: Grüne im Ortsbeirat fordern Rodungsstopp

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Von: Fabian Böker

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Ein neues Gutachten zu dem bedrohten Heldbockkäfer soll her.
Ein neues Gutachten zu dem bedrohten Heldbockkäfer soll her. © epd

Die Bauarbeiten im Fechenheimer Wald sollen so lange pausieren, bis ein zweites Gutachten vorliegt. Der bedrohte Heldbockkäfer müsse dringend gesichert werden.

Auch im Ortsbeirat 11 (Riederwald, Seckbach, Fechenheim) wird der Fechenheimer Wald noch einmal Thema sein. Die Grünen haben für die Sitzung am Montag einen Antrag vorbereitet, in dem sie sich für einen Stopp der Rodung aussprechen. Erst soll der im Wald lebende und bedrohte Heldbockkäfer gesichert werden.

Die Grünen hoffen, dass die anderen Fraktionen ihrer Ansicht folgen und den Ergebnissen des von der Autobahn AG beauftragten Gutachtens widersprechen. Denn der darin geäußerte Gedanke, „dass es ausreicht, bei der Rodung einige Bäume stehen zu lassen und damit den Heldbockkäfer zu schützen, ist offensichtlich absurd“, so die Grünen. „Insbesondere die Vorstellung, dass man sich nach der Vernichtung des Waldes mit Ideen zum Schutz des Heldbockkäfers beschäftigen will, ist weltfremd“, heißt es weiter.

Besagtes Gutachten war Mitte Dezember veröffentlicht worden. Es habe ergeben, dass eine Verbreitung des auf der Roten Liste stehenden und deshalb geschützten Heldbockkäfers „mit hinreichender Sicherheit zu erwarten ist“. Deswegen sollen einige Bäume – konkret geht es aktuell um 31 – vorerst nicht gefällt werden. Einen generellen Stopp der Arbeiten soll es deshalb aber nicht geben.

Sandra Neubauer, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Ortsbeirat, zweifelt das Gutachten an, nennt es eine Farce und einen Witz. Daher müsse es erst noch ein zweites Gutachten geben. „So lange sollte nicht gerodet werden.“ Sie gibt zu, dass der Antrag eher symbolischer Natur ist. „Aber wir wollen zeigen, dass wir über das Gutachten enttäuscht sind.“ Auf die aktuelle Situation im Wald blickt sie sehr angespannt. In der kommenden Woche soll der von Aktivist:innen besetzte Bereich des Waldes geräumt werden, sie hat sich als parlamentarische Beobachterin gemeldet. „Es kann jeden Moment losgehen“, ist sie überzeugt. Sie wolle die Räumung genau beobachten und hoffe, dass alles in einem erträglichen Rahmen ablaufen werde.

Der Ortsbeirat 11 trifft sich am Montag, 16. Januar, um 19.30 Uhr im Saal des Heimat- und Geschichtsvereins Fechenheim, Burglehen 7.

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