Fechenheim

Fechenheim: Spielplatz soll sich öffnen

Nicht alle Bürger finden die Pläne zur Neugestaltung an der Straße Burglehen gelungen. Das Kultureck und der Spielplatz sollen zu Begegnungsorten werden.

Die Meinungen der Fechenheimer über eine künftige Neugestaltung des Spielplatzes in der Straße Burglehen gehen auseinander. Ob es mehr oder weniger Parkplätze in diesem Bereich, einen offener gestalteten Spielplatz geben oder ob alles so bleiben sollte wie bisher wurde am Mittwoch diskutiert. Zu einem „Planungsdialog“ hatte die Stadt eingeladen. Knapp 40 Interessierte waren gekommen. Im Heimat- und Geschichtsverein, gegenüber des Spielplatzes, wurde ebenso über eine Veränderung des „Kulturecks“ diskutiert, das nur einen Katzensprung entfernt an der Kreuzung Ankergasse, Pfortenstraße, Alt-Fechenheim liegt. Im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche in Hessen“ sollen diese beiden „Knotenpunkte“ umgestaltet werden. Das sagte der Landschaftsarchitekt Kai Müller, dessen Wiesbadener Büro „Exedra“ im Auftrag der Stadt erste Entwürfe entwickelt hat. Von „Begegnungsorten“, die geschaffen werden sollen, sprach Müller bei seiner Vorstellung.

Im Bereich des Kulturecks sollten dafür Bänke aufgestellt und mehr Raum für Grünflächen geschaffen werden. „Die Straße nimmt sehr viel mehr Platz ein, als sie müsste“, sagte Müller. Zugunsten von Fußgängern und für mehr Grün könne dieser Raum genutzt werden. „Bis auf einen Stellplatz bleibt der Parkplatz hier erhalten“, sagte Müller.

Im Burglehen würde nach den ersten Entwürfen die Zahl von fünf Stellplätzen auf drei reduziert werden, ein Behindertenparkplatz bliebe erhalten, so Müller. Der Parkplatz soll etwas verschoben werden. So würde Raum gewonnen werden, um den Spielplatz zu vergrößern, den der Planer offener gestalten will. Auf einer Grafik zeigte er, wie statt der hohen Plakatwand, die den Platz von der Straße Alt-Fechenheim trennt, Zäune das Areal einsehbarer machten und nur wenige Mauerteile übrig blieben. Die zwei Linden sollten in das Spielplatzgelände integriert werden.

Viele der Anwesenden sahen die Pläne kritisch, weil bestehende Probleme verschärft werden würden, etwa die Parkproblematik rund um die Postfiliale, von der die Straße Burglehen betroffen ist. „Es geht nicht ohne andere Parkplätze“, sagte eine Anwohnerin. Sie fahre an manchen Abenden eine halbe Stunde im Kreis. Auch die Verkehrsführung an beiden Stellen war wieder Thema. Ein Besucher sprach sich für eine Verkehrsberuhigung aus. Eine Frau freute sich über die Pläne: „Ich bin total dankbar für mehr Grünflächen in Zeiten des Klimawandels und einen Ort der Zusammenkunft“, sagte sie.

Einige beschweren sich über nächtliche Ruhestörungen auf dem Spielplatz. „Alles mögliche Klientel“ ziehe der Ort am Abend an, sagte ein Anwohner. Spritzen seien dort auch schon gefunden worden. Deshalb befürwortete er, das Gelände besser einsehbar zu gestalten. Ein anderer sagte, dass die Plakatwand nicht nur Sichtschutz, sondern auch Schutz vor Autoabgasen von der viel befahrenen Straße Alt-Fechenheim biete. „Wir sind froh, dass das nicht offen ist“, sagte er und monierte, dass die Planer von außen kämen, ohne „Fechenheimer Bedürfnisse“ zu berücksichtigen.

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