Nur noch bis Ende des Monats bleibt das Revier im Alten Rathaus in der Pfortenstraße. 
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Nur noch bis Ende des Monats bleibt das Revier im Alten Rathaus in der Pfortenstraße. 

Fechenheim

Aus für Wache in der Fechenheimer Pfortenstraße

  • vonJanis Berling
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Bevorstehende Fusionierung des 7. Reviers in der Pfortenstraße mit dem 18. in Bergen-Enkheim stößt auf Kritik. Bürger befürchten, dass ihnen ein Stück Sicherheit genommen wird.

Die geplante Zusammenlegung des 7. und 18. Polizeireviers und die damit verbundene Schließung des Reviers in Fechenheim bleibt kurz vor dem Abschluss der geplanten Fusionierung weiter umstritten. Viele Bürger fürchten einen Verlust an Polizeipräsenz im Ort, meint etwa Rainer Ewald. Der Fechenheimer schilderte am Montagabend dem zuständigen Ortsbeirat 11 die Problematik aus Sicht der Betroffenen.

„Uns wird ein Stück Sicherheit genommen, was ich gerade in Zeiten der Verunsicherung problematisch finde“, so Ewald. Für die Schließung des Polizeireviers in der Pfortenstraße hat der Anwohner kein Verständnis. Er befürchtet, dass gerade durch die Insellage Fechenheims das nun zuständige Revier im Florianweg in Enkheim zu weit entfernt sei, um im Notfall bei Stau auf der Hanauer Landstraße rechtzeitig vor Ort zu sein.

Auch der neu eingerichtete Polizeiposten in Fechenheim mit zwei Polizisten beruhigt den Fechenheimer nicht. „Gerade nachts, wo es ein besonderes Bedürfnis nach Sicherheit gibt, ist der Posten geschlossen“, beklagt Ewald. Er vermutet, das Fechenheim auf kurz oder lang auch den Posten zu verlieren droht, wenn jetzt keine Gegenmaßnahmen unternommen werden.

Spätestens bis zum Ende des Monats soll das Fechenheimer Polizeireviers nach Bergen-Enkheim umgezogen sein. Bereits im Juli sollen die Beamten dann ihre Arbeit in den neuen Räumen aufnehmen können. Die Zusammenlegung soll die Polizeiarbeit im Revier effizienter machen und dadurch auch perspektivisch für mehr Polizeipräsenz sorgen. Benjamin Wiewiorra, Mitglied des Ortsbeirates für die CDU-Fraktion und selbst Polizist, bestätigt dies. Seiner Meinung nach ist die Zusammenlegung sogar schon lange überfällig. „Ich kann die Sorgen nachvollziehen. Allerdings bestätigen vergangene Zusammenlegungen in Frankfurt, dass so die Polizeiarbeit effizienter und moderner wird.“

So soll in Zukunft eine zusätzliche Streife für Fechenheim und Bergen-Enkheim zur Verfügung stehen, statt wie bisher nur ein Streifenwagen pro Revier. Dieser soll je nach Bedarf variabel zwischen beiden Revieren eingesetzt werden. Auf der Wache in Fechenheim sei zudem stets ein Ansprechpartner vorhanden, hatte die Polizei zugesichert. Des Nachts gibt es außerdem per Freisprechanlage am Posten einen direkten Draht zum Revier im Florianweg.

Andere Ortsbeiräte äußern sich kritischer zur geplanten Verlegung. Thomas Dorn von den Grünen etwa kritisierte das Signal, welches an die Bürger gesendet werde. Auch er bemängelt, das weniger Beamte in Fechenheim selbst stationär sind und wünscht sich in Zukunft zusätzliche Fußstreifen, um mehr Präsenz zu zeigen.

Überwiegend wird allerdings die Notwendigkeit gesehen, an der bisher mangelhaften Situation der Fechenheimer Polizei etwas zu ändern. So sein die bisherigen Räume in keinem guten Zustand mehr, gibt Magdalena Grana (SPD) an. Für Polizistinnen etwa fehlten separate Umkleideräume. Dies werde durch den Umzug wesentlich verbessert.

In der kommenden Sitzung des Ortsbeirates am 24. August wird voraussichtlich der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill anwesend. Er soll dann zur bis dahin wohl abgeschlossenen Zusammenlegung Stellung nehmen und auf Fragen der Bürger einzugehen.

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