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Achim Noack holt mit dem Käscher Fische aus dem Aquarium.

Fechenheim

Verrückt nach Fischen

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Die Börse des Vereins Argus ist ein beliebter Treffpunkt für Züchter, Hobbyhalter und Aquarienkünstler. Das wertvollste Exemplar an diesem Wochenende ist ein noch junger Zebra-Wels.

Harnischwelse, Fünffleckmaulbrüter und Schlangenkopffische, Guppys und jede Menge Unterwasserpflanzen: Bei den Fischbörsen des Aquarien- und Terrarienvereins Argus in Fechenheim kommen Züchter und Tierhalter gleichermaßen auf ihre Kosten. Alle zwei Monate bietet der Verein am Ende des Wasserturmwegs eine Verkaufsausstellung an.

An diesem Samstag und Sonntag zieht es einige Eltern mit ihren Kindern an, die staunend einem Raubfischpaar beim flinken Tanz im Becken zusehen. Auch viele Vereinsmitglieder sind da, um über aktuelle Trends zu fachsimpeln. Neun Züchter präsentieren sich mit mehreren Hundert Fischen. Ob asiatische, afrikanische oder südamerikanische, „die Auswahl ist immer vielfältig und jedes Mal anders“, erklärt Achim Noack vom Argus-Verein. In den Sommermonaten hätten sie etwa Garnelen, Teichfische und -pflanzen da, jetzt im Herbst hauptsächlich Aquarientiere.

Das wertvollste Exemplar an diesem Wochenende ist ein noch junger Zebra-Wels – wunderschön anzusehen in seinem schwarz-weiß-gestreiften Schuppenkleid. „Ein einzelner geht schon mal für 80 Euro weg“, sagt Noack. Die bläulich glänzenden, handtellergroßen Buntbarsche sind da mit 20 Euro pro Paar noch ein echtes Schnäppchen. „Für dieses Hobby muss man schon ein wenig verrückt sein“, meint Michael Ronalter, Vorsitzender des Argus-Vereins.

Die Aussteller, die ihre Fische in Fechenheim feilbieten, kommen hauptsächlich aus dem Umkreis: Aus Offenbach, dem Taunus oder dem Main-Kinzig-Kreis, die Kunden auch mal aus Heidelberg oder Mannheim. „Wir haben viele Stammkäufer, die hier gezielt nach bestimmten Arten suchen“, erzählt Noack. Darunter zum Teil selbst Züchter, aber auch Künstler oder Sammler. „Ich kenne Kunden, die haben ein ganzes Zimmer nur für ihr Fischhobby.“ Die Aquarien werden dann oft nach Vorbild der Holland- oder Amanobecken gestaltet – mit kunstvoll angelegten Unterwasserlandschaften und ausgewählten Bewohnern.

Ein junges Pärchen hat sich für einen braun-beige-gepunkteten Wels entschieden. Der Züchter persönlich fischt den golfballgroßen Fisch mit einer gekonnten Kescherbewegung aus dem Becken und füllt ihn in einen Transportbeutel. „Wenn der mal ausgewachsen ist, misst er einen guten halben Meter“, sagt Ronalter. Es sei wichtig, die Käufer über solche Dinge zu informieren: Wie groß muss das Aquarium sein? Wie sollte die Wassertemperatur eingestellt werden? Welche Fische vertragen sich miteinander und welche nicht? Der Verein bietet auf seinen Börsen daher eine Beratung an. „Richtige Zoohandelsfachgeschäfte gibt es heute ja kaum noch“, bedauert der Vorsitzende. „Hier achten wir schon darauf, dass die Käufer über die Tierhaltung ausreichend Bescheid wissen.“

Neben Fischen und Pflanzen verkauft der Verein während seiner Börsen auch Fachliteratur und Aquarien mit allerhand Zubehör wie Filteranlagen und Keschern oder Stein- und Wurzeldekoration. Die nächste und damit letzte Börse in diesem Jahr findet am 15. und 16. Dezember statt. Weitere Informationen unter: www.argus_ffm.de.

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