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Sorge um die Weihnachtsbeleuchtung

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Von: Fabian Böker

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So sollen die Straßen im Frankfurter Osten auch künftig geschmückt werden.
So sollen die Straßen im Frankfurter Osten auch künftig geschmückt werden. © ROLF OESER

Ortsbeirat 11 will dafür sorgen, dass Ehrenamtliche die Lampen auch weiter aufhängen können. Die Straßenbeleuchtung GmbH hatte angekündigt, dass künftig nur ihre Mitarbeitenden die Montage übernehmen dürfen – gegen Gebühr.

Noch sind es 75 Tage bis zum Fest der Liebe. Doch im Ortsbeirat 11 (Riederwald, Seckbach, Fechenheim) wird es schon am heutigen Montag weihnachtlich. Gleich drei Anträge beschäftigen sich mit der Weihnachtsbeleuchtung im Ortsbezirk.

Wenn Weihnachten näher rückt, ist es Tradition, dass in den Stadtteilen Riederwald, Seckbach und Fechenheim die entsprechende Beleuchtung in den Straßen aufgehängt wird. Dafür gibt es seit Jahren feste Zuständigkeiten: Im Stadtteil Riederwald macht das der Vereinsring, in Seckbach kümmert sich die Interessengemeinschaft Seckbacher Vereine darum, in Fechenheim organisiert es der Gewerbeverein. Alles ehrenamtlich.

Doch das soll sich in Zukunft ändern, wenn es nach der Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH (SRM), einem Tochterunternehmen der Mainova, geht. Das habe den Vereinsring im Riederwald angeschrieben und die Möglichkeit der selbstständigen Anbringung der Beleuchtung für die Zukunft ausgeschlossen. Die Montage solle nur noch durch die SRM erfolgen, mit entsprechender Rechnung.

Über diese Ankündigung, die dann wohl auch für die anderen beiden Stadtteile gelten wird, sind mehrere Fraktionen im Ortsbeirat verärgert. Sie „schränkt ehrenamtliches Engagement ein und erzeugt hohe Kosten, für die in den Stadtteilen keinerlei Mittel vorhanden sind“, heißt es in einem Antrag von CDU, SPD, Linke und FDP.

Damit soll erreicht werden, dass die Anbringung der Leuchten auch weiterhin ehrenamtlich erfolgen kann. Denn weil der Ortsbeirat bislang aus seinen Mitteln die Finanzierung der Stromkosten übernommen hat und diese sich durch die Steigerung der Energiepreise enorm erhöhen werden, könne nicht auch noch die Anbringung selbst bezahlt werden. Daher müsse für die Zukunft sichergestellt werden, „dass die Weihnachtsbeleuchtung weiterhin ehrenamtlich erfolgen kann“, heißt es im Antrag. Alternativ müsste eine komplette Finanzierung durch Haushaltsmittel der Stadt erfolgen.

Besagte Finanzierung der Stromkosten durch den Ortsbeirat ist Thema eines zweiten, ebenfalls interfraktionellen Antrags, wieder durch CDU, SPD, Linke und FDP. Darin wird angeregt, auch weiterhin einen Zuschuss zu den Schalt-, Stromverbrauchs- und Instandhaltungskosten aus dem eigenen Budget zu gewähren – und zwar in allen drei Stadtteilen.

Für den Riederwald sollen es maximal 1100 Euro sein, für Seckbach und Fechenheim jeweils bis zu 1500 Euro. „Da sich die Weihnachtsbeleuchtung im öffentlichen Raum befindet und somit auch im öffentlichen Interesse liegt, wird eine Bezuschussung aus dem Ortsbeiratsbudget angeregt“, heißt es zur Begründung der vier Fraktionen.

Nur von der SPD kommt dann noch ein dritter Antrag. Darin wird der Magistrat gebeten, sich im Zuge der grundhaften Sanierung der Wilhelmshöher Straße von der Altebornstraße bis zur Straße Am Kappelgarten dafür einzusetzen, dass die SRM die neu aufzustellenden Straßenlaternen mit Steckdosen ausrüstet. Denn diese seien – unabhängig von der letztendlichen Finanzierung – „für die jährlich angebrachte Weihnachtsbeleuchtung unbedingt erforderlich“.

Der Ortsbeirat 11 trifft sich am heutigen Montag, 10. Oktober, ab 19.30 Uhr im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist, Schäfflestraße 19, im Stadtteil Riederwald.

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