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Im Tierheim dient auch das Büro der Leiterin Sabine Urbainsky als Unterschlupf für Tiere.
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Im Tierheim dient auch das Büro der Leiterin Sabine Urbainsky als Unterschlupf für Tiere.

Fechenheim

Schlangen im Fechenheimer Tierheim brauchen neues Domizil

  • VonFriedrich Reinhardt
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Der Ortsbeirat 11 gibt nach langer Diskussion einen Zuschuss von 23 000 Euro für neue Reptilienräume im Tierheim.

Nach langer Diskussion fiel dann doch noch die Entscheidung: Der Ortsbeirat 11 (Fechenheim, Riederwald, Seckbach) wird das Tierheim in Fechenheim mit 23 000 Euro unterstützen. Allen Fraktionen war von vornherein klar: Dem in Not geratenen Tierheim soll geholfen werden. Nur über die exkate Summe herrscht Unklarheit. Die Diskussion darüber führte die Parlamentarier und Parlamentarierinnen tief in Widersprüche aus Verantwortlichkeiten, politischer Alltagsrealität und der moralischen Pflicht, die aus dem Tierwohl für ein politisches Gremium erwächst.

Im Tierheim mussten das Dach des Haupthauses mit den Büros, dem Hundebad und den Reptilienräumen erneuert werden. Ebenso beim Haus, in dem die Katzen-Quarantäne untergebracht ist. Nun soll ein Keller ausgebaut werden, damit dort Reptilien untergebracht werden können. Deren Zahl ist in den vergangenen Jahren gestiegen, so wie die Zahl der Tiere in Frankfurt generell. Gewachsen ist aber nicht die Fläche des Tierheims und auch nicht die finanzielle Ausstattung seitens der Stadt.

Jedes Jahr müsse das Tierheim rund zwei Millionen Euro für Personal, Energiekosten und Futter aufbringen, sagt der Vorsitzende Michael Hallstein. Von der Stadt erhalte man rund 225 000 Euro. Der Rest finanziert sich aus Spenden, Erbschaften und aus Gebühren für vermittelte Tiere. „Wir nehmen mal 250, mal 300 Euro für einen Hund, manchmal nur einen Euro.“

Rund 46 000 Euro würde der Umbau des Kellers in Reptilienräume kosten. Rund 16 000 Euro umfasst das Ortsbeirats-Budget jährlich für Verschönerungsarbeiten und um Vereine zu unterstützen. Doch da der Ortsbeirat sparsam war, hat er 35 000 Euro angesammelt.

30 000 Euro davon wollten Linke, CDU, FDP und BFF nun für das Tierheim verwenden. „Ein Betrag, für den es sich lohnt, die Handwerker zu rufen“, sagte der Fraktionschef der Linken, Stefan Klee. Doch SPD und Grüne hätten den Betrag gern niedriger angesetzt, auf 10 000 Euro.

„Es ist gut, dass sich der Verein um die Tiere kümmert. Aber es ist die Aufgabe der Stadt, ihn dabei zu unterstützen“, sagte Stefan Helming (SPD). Das Problem: Das Tierheim sitzt zwar an der Ferdinand-Porsche-Straße. Der Tierschutzverein übernimmt seine Aufgaben aber für die ganze Stadt.

Und das Budget des Ortsbeirates, so SPD und Grüne, sei eben für die Vereine und Aktiven im, Ortsbezirk da. „Wir können Mittel nachschießen, wenn sonst keine Anfragen aus den Stadtteilen auf uns zukommen“, sagte Sandra Neubauer, Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Die Grünen und die SPD pochten damit auf die Verantwortung, die der Ortsbeirat gegenüber den Bewohner:innen in seinen Stadtteilen hat. Und auf die Verantwortung der Stadt. CDU und Linke verwiesen dagegen auf politische Realitäten. „Es geht um den Bestand des Tierheims, da wird die Stadt nichts investieren“, so Benjamin Wiewiorra (CDU). Stefan Klee meinte: „Jeder, der die Budgetverhandlungen in der Stadt verfolgt, weiß, im nächsten Haushalt wird es Kürzungen geben.“

Detlef Stange (FDP) löste den Konflikt schließlich. Oft sei der Ortsbeirat gut damit gefahren, 50 Prozent des beantragten Betrags zu übernehmen. Bei 46 000 Euro sind das 23 000 Euro. Darauf einigten sich dann die Fraktionen.

Zudem sollten die anderen 15 Frankfurter Ortsbeiräte angesprochen werden, dem Tierheim zu helfen. „Da gehen wir mit gutem Beispiel voran“, sagte Wiewiorra. Einstimmig wurde auch ein Antrag der Grünen angenommen. Er fordert die Stadt auf, ihrer Verantwortung für das Tierheim gerecht zu werden.

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