1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Fechenheim

Neuer Treffpunkt an der Konstanzer Straße

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Timur Tinç

Kommentare

So soll die Spiel- und Freizeitfläche an der Konstanzer Straße in Fechenheim einmal ausssehen.
So soll die Spiel- und Freizeitfläche an der Konstanzer Straße in Fechenheim einmal ausssehen. © Stadt Frankfurt

Die Spiel- und Freizeitfläche an Konstanzer Straße soll für 1,3 Millionen Euro umgestaltet werden. Ziel ist es, einen neuen Treffpunkt im Quartier zu schaffen. Der Sportkreis Frankfurt kritisiert die Pläne für das vorgesehene Spielfeld.

Die Fläche an der Konstanzer Straße ist „in einem traurigen Zustand“, findet Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Deswegen soll der „Spiel- und Freizeitraum Konstanzer Straße“ im Stadtteil Fechenheim neugestaltet werden. Die Bau- und Finanzierungsvorlage hat der Magistrat jetzt beschlossen. Die Kosten liegt bei rund 1,3 Millionen Euro. Das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ steuert davon etwa 58 Prozent bei, also rund 748 000 Euro. „Die Fläche an der Konstanzer Straße hat aufgrund ihrer zentralen Lage und Größe ein großes Potenzial, um hier einen integrativen und barrierefreien Spiel- und Begegnungsfreiraum zu ermöglichen“, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Es solle ein sozialer Treffpunkt im Quartier geschaffen werden.

Thorsten de Souza ist Beisitzer im Vorstand des Sportkreis Frankfurt und hat die Initiative EZB Basketball gegründet. Er hält die Idee vor allem für Kinder für richtig gut, fragt sich allerdings: „Wieso wird ein multidimensionales Spielfeld geplant und dann noch auf Asphalt?“ So wie das jetzt geplant sei, mit zwei Basketballkörben auf der Querseite und zwei Fußballtoren auf der Längsseite, könnten zwei Sportarten gar nicht gleichzeitig betrieben werden. „Das gleiche Fehlkonzept existiert bereits im Sportpark Preungesheim“, sagt de Souza. Ein Gummiboden wäre überdies sinnvoller, um Stürze abzumildern. Außerdem sollten attraktivere Korbanlagen verbaut werden als Metallkörbe. „Die Planungen für die Spielfelder sollte überarbeitet werden“, findet auch Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreis.

Das dürfte jedoch schwierig werden. „Das Projekt ist in der finalen Phase“, sagt Gerwin Fassing, Sprecher von Stadtrat Josef. Es sei unter der Teilnahme von zahlreichen Menschen aus dem Viertel, seien es Schüler:innen oder der Ortsbeirat, erarbeitet worden.

„Der Sportkreis sollte bei Planungen den Sport betreffend generell eingebunden werden“, findet indes Frischkorn. Das ist offenbar nicht geschehen. Fassing erklärt, dass der Asphalt gewählt wurde, weil er robust und einfacher zu erhalten sei. Zwei parallel verlaufende Spielfelder würden bedeuten, dass der Platz für die Kicker zu klein sei. „Es gibt Argumente für beide Seiten“, sagt Fassing. Das Areal ist 5800 Quadratmeter groß, rund 4400 Quadratmeter davon werden neu geordnet. Im Zentrum des Geländes ist eine große Spielwiese vorgesehen, die von einem Rundweg umgrenzt wird. Dort entsteht eine Kleinkindzone mit Rutsche, Sandspiel, Eltern-Kind-Schaukel und Picknickplatz sowie ein naturnaher Spielbereich. Im westlichen Abschnitt sollen Doppel- und Nestschaukel sowie zwei Tischtennisplatten entstehen. An der nordöstlichen Seite wird ein Sportband geschaffen, das verschiedene Möglichkeiten bietet, inklusive einer Calisthenics-Anlage für unterschiedliche Altersklassen. Außerdem ist ein Rollfeld mit kleinen Hügeln geplant sowie das oben beschriebene Spielfeld.

Es wird mehr Sitzmöglichkeiten geben, größere Abfalleimer sowie Hochbeete zum Gärtnern. Zudem soll eine „Quartiersstraße“ entstehen, für einen Nachbarschaftstreff, das Spielmobil oder kleine Feste. Darüber hinaus sollen 13 Bäume, Sträucher und eine Hainbuchhecke neu gepflanzt werden. Zwei Pappeln müssen allerdings aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Auch interessant

Kommentare