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Michael Rosin, Leonore Vogt und Arne Zick bauen das Netzwerk Fechenheim Süd auf.
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Michael Rosin, Leonore Vogt und Arne Zick bauen das Netzwerk Fechenheim Süd auf.

Fechenheim

„Netzwerk soll Austausch fördern“

  • VonFriedrich Reinhardt
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Rund 30 Institutionen in Fechenheim-Süd haben sich auf einer Plattform zusammengetan, um gemeinsam Projekte für den Stadtteil zu entwickeln. Zugleich wollen sie die Verbundenheit der Fechenheimerinnen und Fechenheimern zu ihrem Quartier fördern.

Pfarrer Arne Zick, Quartiersmanagerin Leonore Vogt und Jugendarbeiter Michael Rosin haben das Netzwerk Fechenheim Süd gegründet. Es soll alle Institutionen des Stadtteils verbinden und Raum schaffen, für Ideen, Engagement und neue Projekte.

Wie kam es das Netzwerk Fechenheim Süd zustande?

Michael Rosin: Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten hatte 2014 eine Stadtteilanalyse gemacht. Ein Ergebnis war, dass sich der Stadtteil mehr vernetzen muss. Es gibt in Fechenheim eine hohe lokale Verbundenheit, aber es fehlt der Austausch. Anders als in Fechenheim Nord gibt es in Süd kein Gremium, in dem die Einrichtungen vertreten sind.

Arne Zick: In Fechenheim gibt es viele engagierte Menschen. Es gibt aber kein Forum, an das man sich mit einer Idee wenden kann, wenn man Partner sucht.

Leonore Vogt: Der Vorteil eines Netzwerkes ist, dass unterschiedliche Zielgruppen zusammenkommen. So entstehen neue Kooperationen und Synergien für den Stadtteil.

Rosin: Jeder in Fechenheim soll sich schnell informieren können, welche Angebote es im Stadtteil gibt. Das ermöglicht es, sich einzubringen. Bei der Stadtteilbefragung wurde oft genannt, dass eine Übersicht über die Akteure fehlt und Doppelarbeit vermieden werden soll.

Es gibt den Arbeitskreis Fechenheimer Vereine, den Gewerbeverein, den Regionalrat. Ist das Netzwerk nicht ein weiterer Akteur, der all die Initiativen noch unübersichtlicher macht und nur Doppelarbeit schafft?

Zick: Nein, das Netzwerk wird eine ganz eigene Form und Dynamik entwickeln. Das wichtigste ist, dass man leicht im Netzwerk in Kontakt kommt. Anders als der Arbeitskreis Fechenheimer Vereine sprechen wir alle Institutionen an und wollen uns später auch für Privatpersonen öffnen, die sich einbringen wollen.

Wie lief das erste Treffen ab?

Zick: Knapp dreißig Einrichtungen waren dabei und haben sich in kleinen Gruppen kennengelernt und ausgetauscht. Wir haben erste Themen festgehalten.

Wie soll das Netzwerk arbeiten?

Vogt: Ziel unseres nächsten Treffens ist es, im Austausch in den einzelnen Gruppen Bedarfe zu erkennen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und diese auf den Weg zu bringen.

Welche könnten das sein?

Vogt: Die Folgen der Pandemie spielen überall hinein. Bildung, Zugang zu Medien, Unterstützung für Familien, Gesundheitsförderung, Umwelt. Die Themen werden von den Mitwirkenden im Netzwerk gesetzt.

Rosin: Alle sollen sich motiviert fühlen, sich zu beteiligen.

Indem sie Raum und Kontakte schaffen, um Arbeitskreise zu bilden?

Zick: Genau. Wir sind nur Moderatoren. Wir bilden eine Plattform, in der man sich sicher fühlen und offen reden kann.

Was könnten Projekte sein, die durch das Netzwerk entstehen?

Vogt: Ein Beispiel wären die Sommerferien. Denen, die nicht in den Urlaub fahren, wollen wir Angebote machen.

Zick: Ein Ziel wäre, junge und alte Menschen zusammen zu bringen. Ein anderes Thema sind auch Kontakte zwischen Alt-Fechenheimern und Zugezogenen. Viele, die seit fünf Jahren hier leben, sagen, dass sie nichts über den Stadtteil wissen. Irgendwann ziehen sie weg und dann ist es, als ob sie nie dagewesen wären. Da ist ein großes Potenzial an Menschen, die sich mehr beheimaten wollen.

Was meinen Sie damit?

Zick: Heimat lebt von Menschen, die sich kennen. Ich hoffe, dass sich durch das Netzwerk Menschen auf der Straße treffen und sagen: ‚Hey, wir haben uns doch bei der Arbeitsgruppe gesprochen‘. Solche Berührungspunkte sind wichtig, damit man sich im Stadtteil wohl fühlt.

Interview: Friedrich Reinhardt

Wer beim Netzwerk mitmachen möchte , kann sich bei Arne Zick per Mail an zick@ek-fechenheim.de wenden. Zick hilft auch gern jenen, die eine technische Einführung brauchen.

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