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Kaninchenzuchtverein vor dem Aus gerettet

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Von: Fabian Böker

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Rund 80 Kaninchen zählt der Verein in der Pfortenstraße.
Rund 80 Kaninchen zählt der Verein in der Pfortenstraße. © Andreas Arnold

Der Fechenheimer Kaninchenzuchtverein ist gerettet. Dank eines Zuschusses aus dem Ortsbeiratsbudget und Veranstaltungen, die im Sommer wieder möglich waren, können die Mitglieder ihren Betrieb aufrecht erhalten. Ende des Jahres sind große Tierschauen geplant.

Noch zu Beginn des Jahres war die Situation beim Fechenheimer Kaninchenzuchtverein (KZV) H 147 extrem angespannt. Corona hatte den 20 Mitgliedern finanziell schwer zugesetzt. Nun hat der Ortsbeirat 11 (Fechenheim, Seckbach, Riederwald) dem 1897 gegründeten Verein einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro gewährt, der entscheidend zum Fortbestehen beiträgt.

„Uns steht das Wasser bis zum Hals“, hatte Martina Gies, Kassiererin des Vereins, im Februar gesagt. Neben den Entbehrungen durch Corona habe es damals eine Nachzahlung für eine defekte Abwasserpumpe und einen Schaden durch einen Einbruch auf dem Gelände an der Pfortenstraße 76 gegeben. Einige der Mitglieder legten Geld vor. Das reichte aber nicht aus. „Wir wollen den Verein aufrechterhalten“, gab sich Gies kämpferisch.

Wenn man jetzt mit ihr spricht, klingt sie etwas fröhlicher. Das hängt vor allem mit der Entscheidung des Ortsbeirats 11 zusammen, den Traditionsverein einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro zu gewähren. Die Summe setzt sich aus zwei Mal 500 Euro für die Jahre 2020 und 2021 zusammen und ist Teil der Unterstützung, die Ortsbeiräte Vereinen zukommen lassen können, die wegen der Pandemie Probleme bekommen haben. Ziel sei es, „die Vereinsstruktur in den Stadtteilen des Ortsbezirkes zu erhalten“, begründete das Stadtteilparlament seinen interfraktionellen Antrag.

Diesen Zuschuss hätte der Verein gerne schon früher bekommen. Doch der Ortsbeirat hatte zu Beginn des Jahres entschieden, bis zum Sommer zu warten. So lange konnten sich Vereine mit dem Wunsch einer Hilfszahlung beim Gremium melden. Der Kaninchenzuchtverein war jedoch der einzige, der sich gemeldet hatte. Da die Mitglieder kurz davor standen, die Pacht und die Nebenkosten nicht mehr zahlen zu können, wandten sie sich zusätzlich hilfesuchend mit einem Schreiben an den damaligen hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU).

Geholfen hat dem Verein zwischenzeitlich aber nicht die Landesregierung, sondern neben dem Ortsbeirat auch die Coronalage. So konnten die Kaninchenzüchter:innen kürzlich mit einem Sommerfest ihr 125-jähriges Bestehen feiern. Auch einen Wäldchestag konnten sie im Vereinsheim in der Pfortenstraße ausrichten. Bei beiden Veranstaltungen sei etwas Geld zusammengekommen, sagt Martina Gies.

Nun freue man sich auf die nächsten anstehenden Ereignisse: Am 5. und 6. November steht zunächst im Vereinsheim eine Schau mit den insgesamt 80 Kaninchen an. Im Dezember soll die Schau stadtweit stattfinden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Züchterinnen und Züchter, die daran teilnehmen wollen, können sich gerne beim Verein melden.

Kontakt zum Fechenheimer Kaninchenzuchtverein über Kassiererin Claudia Gies unter der Mobilnummer 01 73 / 8 50 40 81.

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