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Setzen sich auch für den Fechenheimer Wald ein: Josef Funk, Andrea Zilcher, Norbert Meissner und Monika Wilke (v.l.).

Fechenheim

Weg vom Schmuddel-Image

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Eine Bürgerinitiative will den Norden des Stadtteils aufwerten. Heute ist ein Nachbarschaftstreffen.

Fechenheim ist zwiegespalten. Der Keil: die Hanauer Landstraße. Während der südliche Teil mit historischem Ortskern den nötigen Charme besitzt, um die knappen Gelder für Sanierungen, Infrastruktur und zusammenschweißende Initiativen an Land zu ziehen, muss der nördliche Teil für alles kämpfen. „Der Norden ist ein gemischt genutzter Stadtteil“, erklärt Monika Wilke von der Bürgerinitiative Fechenheim-Nord. „Es gibt eben nicht nur Industrie und Gewerbe, sondern auch ein Wohngebiet.“

Damit man dort auch gerne wohne, sagt sie, habe sich die Bürgergemeinschaft 2017 gegründet, um die Dinge in die Hand zu nehmen. Die Hauptprobleme: Die Verkehrssituation, vom Durchgangsverkehr in der Birsteiner Straße, der listig versucht, die Ampeln der Wächtersbacherstraße zu umfahren bis hin zu den Eltern-Taxis vor der Konrad-Haenisch-Schule und Freien-Christlichen-Schule, die die Straßen blockieren. Auch wilder Sperrmüll und unschöne, brachliegende Gebäude würden den Anblick stören.

Die Liste der kleinen Erfolge ist aber mindestens genauso lang. „Endlich wurde eine Lösung gefunden für den gefährlichen Zebrastreifen in der Wächtersbacherstraße“, sagt sie stolz. Und die Ampel vor dem Kindergarten in der Cassellastraße habe ein Blicklicht bekommen. Zudem seien in den Grüngebieten die Zahl der Abfalleimer erhöht worden, zählt Monika Wilke die Erfolge von 2018 auf.

Bürgerinitiative trifft sich einmal im Monat

Eine weitere große Sorge war die Sperrung der Wege im Fechenheimer Wald – ein Stück Lebensqualität für Hundebesitzer, Familien und Spaziergänger. Sie konnte weitgehend abgewendet werden. Nur ein kleiner Teil wurde zum Schutz der Fledermäuse, die von A661 und Riederwaldtunnel verdrängt wurden, unzugänglich gemacht.

„Das Problem mit dem Sperrmüll hat sich zumindest reduziert. Das meiste kam von den Wohnungsbaugesellschaften, besonders der Wohnheim GmbH“, berichtet die Fechenheimerin. Durch geänderte Abfuhrzeiten – sie wurden von Freitag auf Donnerstag verlegt – hätten die Gesellschaften nun die Möglichkeit, die unzulässigen und nicht abgeholten Reste noch am Freitag selbst zu entsorgen. Sie blieben nicht über das Wochenende liegen.

Seit ihrer Gründung trifft sich die Bürgerinitiative einmal im Monat. Die Mitglieder sind in Kontakt mit dem Ortsbeirat 11 und dem Quartiersmanagement, darauf allein wollen sie sich aber nicht verlassen. „Mit dem Status einer eingetragenen Initiative können wir die Ämter selbst kontaktieren und mit unseren Anliegen konfrontieren. Und das tun wir auch.“

Zum Austausch von Problemen in der Nachbarschaft und Ideen für ein besseres Zusammenleben laden die vier Gründungsmitglieder interessierte und engagierte Nachbarn zu ihrem nächsten Treffen ein. Es findet am heutigen Dienstag, 12. Februar, ab 16 Uhr in der Cafeteria der Fabriksporthalle, Wächtersbacher Straße 80, statt.

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