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Fechenheim: SPD im Ortsbeirat regt an, im Ort ein Bürgerhaus zu schaffen

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Von: Boris Schlepper

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In Fechenheim fehlt ein Bürgerhaus, findet die SPD. Foto: Rolf Oeser
In Fechenheim fehlt ein Bürgerhaus, findet die SPD. © ROLF OESER

Den Menschen fehle ein Ort, sich zu treffen und zu feiern. TSG Fechenheim sieht das anders, sie verweist auf die Halle an der Pfortenstraße.

In Fechenheim gibt es nach Ansicht der SPD keinen geeigneten Platz für Vereine, Veranstaltungen und Feiern. Die Genossen im Ortsbeirat 11 (Fechenheim, Riederwald, Seckbach) fordern deshalb, dass die Stadt im kommenden Haushalt Geld für die Planung und Entwicklung eines Vereins- und Bürgerhauses im Ortskern einstellt. Über den Vorstoß berät das Gremium in seiner Sitzung am heutigen Montag.

„In Fechenheim fehlt ein Ort, wo sich die Bürger und Vereine treffen können“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Stephan Zilcher. Nötig sei deshalb ein zentraler Platz, der etwa auch für Feste oder Hochzeiten angemietet werden könne. „Die meisten Fechenheimer wohnen in Appartements, die haben keinen Platz.“ Auch sei der Anteil der Bevölkerung von Menschen mit Migrationshintergrund groß. Bei diesen gelte oft „wenn gefeiert wird, dann wird richtig gefeiert“.

Mögliche Standorte im östlichen Stadtteil gebe es einige, so Zilcher. Schließlich werde kein Bürgerhaus in der Dimension der Bergen-Enkheimer Stadthalle benötigt. So könnte etwa das Kleedreieck angegangen werden, denkbar seien zudem Freiflächen an der Dieburger- und Starkenburger Straße. Genutzt werden könnte ebenfalls die alte Freiligrathschule Am Mainbörnchen, wenn diese umgebaut und zusätzlich der Hof verwendet werde.

Zwar gebe es die Sporthalle in der Pfortenstraße, doch sei diese aus den 50er Jahren und entspreche nicht mehr dem neuester Stand, so der SPD-Chef, „die müsste zunächst saniert werden“. Sollte die Stadt keinen geeigneten Standort finden, wäre es für ihn eine Alternative, wenn die Stadt stattdessen Geld in die Halle der ABG Frankfurt Holding investiere. In Fechenheim gebe es derzeit definitiv einen Mangel an Orten, an denen sich Menschen treffen können, bestätigt Daniel De Marco vom Arbeitskreis Fechenheimer Vereine, „gerade für größere Veranstaltungen“.

Allerdings gebe es keinen geeigneten Standort im Stadtteil für ein neues Bürgerhaus. Auch sei es nicht nötig, etwas Neues zu schaffen, wenn eine vorhandene Ressource wie die Sporthalle wieder ertüchtigt werden könne. „Wir brauchen in Fechenheim keine Alternative“, sagt Klaus-Dieter Haupt, der Vorsitzende der Turn- und Sportgemeinschaft 1860 TSG Fechenheim.

Erst Ende vergangenen Jahres habe sein Verein den Pacht-Vertrag mit der ABG für die Halle an der Pfortenstraße verlängert. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft habe zugesichert, in das Gebäude investieren zu wollen. Derzeit werde bereits die ehemalige Gaststätte zu einem Clubraum mit Küche für einen Caterer umgebaut.

Bis zu 80 Gäste sollen dort ab Ende Juni Platz finden, sagt Haupt, „und nicht nur Sportler“. Auch Fechenheimerinnen und Fechenheimer und Firmen werden die Räume anmieten können. Er sei „zuversichtlich“, dass die ABG danach die in die Jahre gekommene Halle Schritt für Schritt auf Vordermann bringt. Dort gebe es nicht nur an der Außenfassade Bedarf. Die Bühnentechnik sei veraltet, die Umkleiden und die Duschräume müssten saniert werden.

Es ist nicht der einzige Etatantrag, mit dem sich der Ortsbeirat am Montag beschäftigen wird. Insgesamt haben die Fraktionen 52 Vorlagen eingebracht. Darin geht es etwa um das Thema Verkehrsüberwachung: Linke und Grüne fordern mehr Blitzer, SPD und CDU mehr Kontrollen der Stadtpolizei. CDU und Linke wollen zudem mehr Geld für das Frankfurter Tierheim in Fechenheim, die Grünen kostenfreie WLAN-Angebot in den Stadtteilen, die SPD will den lokalen Einzelhandel in Seckbach fördern.

Der Ortsbeirat 11 trifft sich am heutigen Montag, 14. März, 19.30 Uhr, in der Stadthalle Bergen, Schelmenburgplatz 2. Wegen der Pandemie ist der Platz begrenzt. Es gilt die 3G-Regelung und eine Maskenpflicht.

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