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Sie gehören zur Redaktion: Brigitte Friebertshäuser und Holger Sebastiao mit seiner Tochter Lena, die Spielplätze testet.
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Sie gehören zur Redaktion: Brigitte Friebertshäuser und Holger Sebastiao mit seiner Tochter Lena, die Spielplätze testet.

Fechenheim

Fechenheim: Mainkur:ier soll Nachbarschaft fördern

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Ehrenamtliche informieren auf einer Online-Plattform über Wissenswertes aus dem östlichen Stadtteil - und wollen Menschen aus dem Quartier zusammenbringen.

Über Pflanzungen von Schwarzpappeln im Mainbogen, kostenlose Corona-Schnelltests im Nachbarschaftsbüro oder die Schließung der Vogelschutzwarte im Norden des östlichen Stadtteils können sich Leser:innen auf der neuen Fechenheimer Online-Plattform „Mainkur:ier“ informieren. Brigitte Friebertshäuser ist Initiatorin, Herausgeberin und Chefredakteurin des Zeitungsteams, das aus sieben Ehrenamtlichen besteht. Sie betrachtet die Plattform mit dem Untertitel „Zeitung für Fechenheim“ vor allem als Nachbarschaftsprojekt. „Ich hatte Lust, mit einem neuen Medium ein altes Anliegen zu befriedigen: gute Nachbarschaft“, sagt die 64-Jährige. Die Internetseite soll Menschen informieren und zugleich zusammenbringen. Einen Monat nach der ersten Veröffentlichung gab es bereits eine erste Anbahnung nach Friebertshäusers Geschmack. Der Mainkur:ier, dessen Doppelpunkt im Namen laut Homepage dafür steht, „dass wir Menschen aller Geschlechter, Hautfarben und Herkunftsländer in unseren Texten meinen, genauso wie sie auch im Stadtteil vertreten sind“, hatte über die Initiative „Essbares Fechenheim“ berichtet. Diese suchte eine Patenschaft für ihre Hochbeete. Nachdem die Verantwortlichen des Fechenheimer Jugendzentrums davon gelesen hatten, übernahmen sie die Pflege eines Beetes.

Friebertshäuser hat die Internetseite, auf der das Mainufer mit einem Schlot des Cassella-Werks im Hintergrund, das Rathaus und der Wasserturm im Fechenheimer Norden abgebildet sind, selbst entwickelt. Drei Monate habe sie daran getüftelt, sagt die ehemalige Projektmanagerin, die sich ihr Wissen in Webdesign selbst beigebracht hat.

Dass der Wasserturm als Symbol des Nordens im Banner zu sehen ist, ist kein Zufall. „Die meisten Fechenheimer im Süden schauen gar nicht so hin, was im Norden passiert“, sagt Friebertshäuser. Daher soll im Mainkur:ier „aus Bürgersicht“ etwa zu lesen sein, welches Gewerbe an dem alten Industriestandort angesiedelt sei. Auch über die Pläne eines „nachhaltigen Gewerbegebietes“ soll berichtet werden.

Wissenswertes über das Quartier filtert Friebertshäuser aus dem Mailverteiler des städtischen Presseinformationsdienstes heraus. Der Mainkur:ier sei auch in den „Presselisten aller Aktiven im Stadtteil“ vertreten. Neben selbst recherchierten Artikeln erhalte die Redaktion ihre Informationen oft über persönliche Kontakte. Mit ihrem Mann Günter, der ebenfalls Mitglied der Redaktion ist, will sie die Sitzungen des zuständigen Ortsbeirats 11 besuchen und darüber schreiben.

Holger Sebastião ist Redakteur der ersten Stunde. Er sei noch relativ neu im Viertel, erst vor einigen Jahren aus Nordhessen zugezogen, sagt er. „Das journalistische Schreiben macht Spaß und ist eine Möglichkeit, den eigenen Stadtteil und die Leute besser kennen zu lernen“, sagt der 41-Jährige, der an einer Berufsschule Informatik lehrt. In der Reihe „Lena testet Spielplätze“ schreibt er aus der Perspektive seiner 13 Monate alten Tochter, wo es die besten Schaukeln und Sandkästen im Quartier gibt.

„Die Plattform steht auch Gruppen, Vereinen, Gewerbetreibenden und Einzelpersonen zur Verfügung, die etwas über sich erzählen, auf eine Veranstaltung hinweisen oder eine Meinung kundtun wollen“, sagt Friebertshäuser. Der Verein Zukunft Fechenheim sowie der Heimat- und Geschichtsverein und das Quartiersmanagement haben bereits angekündigt, eigene Themen einzubringen. Regelmäßige Ausflugstipps sind außerdem geplant. „Ganz wichtig sind irgendwann wieder die Veranstaltungshinweise“, sagt Friebertshäuser und seufzt. Denn im Veranstaltungskalender sind coronabedingt derzeit nur wenige aktuelle Hinweise zu finden.

Die Internetzeitung ist unter www.mainkurier.info nachzulesen. Kontakt zur Redaktion ist per Mail möglich: kontakt@mainkurier.info.

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