Fechenheim

Fechenheim: Kinder halten Schulweg sauber

  • vonJanis Berling
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Zukunftstreff diskutiert über dreckige Bürgersteige und illegalen Sperrmüll. Langfristig soll eine Kampagne initiiert werden, um die Situation im Stadtteil zu verbessern.

Fechenheim gehört mit seiner Lage direkt am Main vermutlich zu den idyllischeren Stadtteilen von Frankfurt. Damit das auch so bleibt, setzen sich der Verein Zukunft Fechenheim und das Nachbarschaftsbüro Fechenheim dafür ein, den Stadtteil sauber zu halten. Beim sogenannten Zukunftstreff am Dienstagabend berieten sie zusammen mit interessierten Fechenheimern, wie man die Sauberkeit im Stadtteil verbessern könnte.

Vor allem illegal entsorgter Sperrmüll wird immer mehr zum Problem im äußersten Osten der Stadt. „Oft stellen die Leute ihren Sperrmüll einfach auf die Straße“, kritisiert Armin Burger-Adler, Vorsitzender des Vereins. Gerade bei großen Wohnblöcken sei dies ein Problem. Vielen Bewohnern sei überhaupt nicht klar, dass sie ihren Sperrmüll nicht einfach vor die Tür stellen dürften. Hier müsse man Aufklärung betreiben, deutliche Informationen aushängen und verständlich auf die Termine hinweisen, an denen der Sperrmüll abgeholt werde, so Burger-Adler.

Auch „Mülltourismus“ sei ein Problem im Stadtteil. Viele Leute aus der Stadt würden ihren Müll am Stadtrand abladen, meint eine Fechenheimerin. Auf manchen Freiflächen würde sogar regelmäßig illegal Bauschutt abgeladen, um sich die Entsorgungsgebühren zu sparen.

Der Zukunfts-Verein regt daher eine „Fechenheimer Müllinitiative“ an, die die Müllsituation im Stadtteil nachhaltig verbessern und möglichst viele Personen mit einbeziehen soll. „Wir wollen ein Bewusstsein im Stadtteil dafür schaffen, dass das Müll- und Dreckproblem eine Gemeinschaftsaufgabe ist und nicht von Einzelnen gelöst werden kann“, sagt Burger-Adler.

Dafür will sich die Gruppe mit anderen Vereinen und Initiativen zusammensetzen, aber auch zum Beispiel mit Schulen zusammenarbeiten, um Kinder und Jugendliche auf das Thema aufmerksam zu machen.

„Gerade kleinere Kinder haben oft viel Spaß bei Müllsammelaktionen“, stellt Leonore Vogt vom Nachbarschaftsbüro fest. „Man muss unten anfangen, eine Sensibilisierung für das Problem zu schaffen“, sagt auch Burger-Adler. „Wenn sich Freiwillige finden könnten, die zum Beispiel auf ihrem Schulweg für Sauberkeit sorgen könnten, wäre das schon ein Erfolg.“

Innerhalb der nächsten Monate sollen die Ergebnisse des Zukunftstreffs in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Bürgerinitiative Fechenheim-Nord, der Stabstelle sauberes Frankfurt, der Initiative clean FFM und der FES präsentiert und diskutiert werden. Ziel der Veranstaltung soll es sein, für Fechenheim eine Kampagne zu initiieren, die auf verschiedenen Ebenen die Situation im Stadtteil verbessert.

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