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Schulleiterin Birgid Frenkel-Brandt freut sich, dass die Konrad-Haenisch-Schule in der Lauterbacher Straße endlich erweitert wird.
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Schulleiterin Birgid Frenkel-Brandt freut sich, dass die Konrad-Haenisch-Schule in der Lauterbacher Straße endlich erweitert wird.

Fechenheim

Fechenheim: Endlich rollen die Bagger an

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Die Konrad-Haenisch-Schule in Fechenheim wird nach jahrelanger Wartezeit endlich erweitert. Geplant sind ein Anbau und neue Pausenhöfe.

Ein Haufen Bauschutt und zwei Baggerschaufeln lagern vor dem Haupteingang zur Konrad-Haenisch-Schule auf dem Gelände an der Lauterbacher Straße. Der betonierte Pausenhof davor ist stellenweise schon aufgerissen. Ein Bagger steht bereit. Endlich sind die Zeichen auf Erneuerung gesetzt, an der verbundenen Grund-, Haupt- und Realschule.

In zwei Bauabschnitten sollen die 670 Schüler:innen mehr Platz erhalten. Im ersten Abschnitt wird ein Anbau auf dem Pausenhof errichtet, der an einen der bisherigen beiden Haupteingänge anschließt und die Räume für die Mittelstufe vergrößern soll. Zugleich rücken das neue Gebäude und dieser Haupteingang von der Lauterbacher an die Birsteiner Straße heran. Im zweiten Bauabschnitt soll die Grundschule hinter dem alten Gebäude erweitert werden. Dort, wo jetzt Container stehen, in denen seit acht Jahren unterrichtet wird, sollen neue Pausenhöfe entstehen.

Seit langem hatte Birgid Frenkel-Brandt darauf gewartet, dass die Bagger anrollen. „Insgesamt fünf Jahre hat es sich verzögert“, berichtete Frenkel-Brandt am Mittwochvormittag zum so genannten Spatenstich. Seit mehr als zwei Jahrzehnten leitet sie die Schule und steht mittlerweile kurz vor ihrer Pensionierung. „Fechenheim ist nicht so gut angebunden“, sagte die 63-Jährige. Daher sei es umso wichtiger, dass eine Schule wie die ihre, die drei Schulzweige unter einem Dach vereine und Kinder sowie Jugendliche durchgehend von der Grundschule bis zum Haupt- oder Realschulabschluss führe, ausreichend Platz für die wachsende Zahl an Schüler:innen biete.

Mitten in den Sommerferien kündigt Baudezernent Jan Schneider (CDU) also am Mittwoch vor dem Eingang der Schule den Start zur Erweiterung an. Dass sich der Baubeginn so lange verschoben hat, liegt unter anderem daran, dass der zweistöckige Klinkerbau unter Denkmalschutz steht. 1958 hatte der Frankfurter Architekt Otto Apel, nach dessen Plänen auch die Zentrale der Deutschen Bundesbank in Bockenheim und das Intercontinental-Hotel am Mainufer errichtet wurden, den Flachdachbau entworfen. Drei Jahre später, 1961, war die Schule im Fechenheimer Norden dann eröffnet worden.

Zu dem in die Länge gezogenen Beginn des Erweiterungsbaus sagte Baudezernent Schneider: „Der Vorlauf hat einfach länger gedauert, als wir uns das gewünscht hätten“ und weiter: „Es ist immer schwierig, an einem denkmalgeschützten Bau zu verändern und umzubauen.“ Die Klinker-Fassade habe die Stadt erhalten wollen, damit der „Schulkomplex als Ensemble“ wahrgenommen werde. Ein „langes Aussuchen von Klinkern“ habe es gegeben, berichtete Architekt Bernd Mey, ehe das städtische Denkmalamt die passenden Steine „abgenickt“ habe. Daneben musste ein altes Trafo-Häuschen ersetzt werden, das „mit dem Neubau nicht mehr kompatibel“ gewesen wäre, wie Schulleiterin Frenkel-Brandt sagte. Die „europaweite Ausschreibung“ für das neue Häuschen habe weitere Zeit verschlungen.

Sechs Millionen Euro soll der erste Anbau für die Realschule kosten, der durch einen verglasten Gang mit dem alten Gebäude verbunden sein wird. Ein größeres Zimmer für die Lehrer:innen sowie für die Schulsozialarbeit sollen in dem Sekundarstufen-Anbau mit untergebracht sein. Besonders wichtig ist Rektorin Frenkel-Brandt der zukünftige barrierefreie Zugang zu beiden Etagen sowie des Untergeschosses im gesamten Gebäudekomplex: „Wir beschulen seit zehn Jahren inklusiv und deshalb ist es wirklich notwendig, dass wir einen Aufzug haben“, sagte sie.

Zum zweiten Bauabschnitt für die Grundschule verriet der Baudezernent noch wenig. „Teurer“ als der erste solle er werden. Wie teuer, sagte der Baudezernent nicht. Im März 2023, so stellte er in Aussicht, solle zunächst einmal der erste Anbau für die Sekundarstufe fertig sein.

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