SchuleMainbogenFR-2_1_191120
+
Sämtliche Fachräume für Biologie, Chemie und Physik in der Schule am Mainbogen wurden nach einem Wasserschaden saniert. Baudezernent Jan Schneider (links) und Schulleiterin Christine Georg (rechts stehend) begutachten die neuen Räume.

Fechenheim

Biologie-Unterricht wieder im eigenen Schulhaus

  • Clemens Dörrenberg
    vonClemens Dörrenberg
    schließen

Schule am Mainbogen kann nach Wasserschaden alle Fachräume wieder nutzen. Nach der Sanierung wird die Gesamtschule jetzt noch erweitert.

Nach zwei Jahren hat die Schule am Mainbogen endlich ihre Räume für Naturwissenschaften zurück. Und sie erstrahlen in hellerem Glanz als zuvor. Baudezernent Jan Schneider (CDU) und Schulleiterin Christine Georg zeigen am Mittwochmorgen die sieben Fach- sowie zwei Versammlungsräume, die nach einem Wasserschaden vollständig saniert und neu ausgestattet wurden.

In den Herbstferien 2018 war zunächst unbemerkt ein Ventil geplatzt. Das Wasser lief vom zweiten Stock bis in die Mensa im Erdgeschoss. „Es war bis heute der größte Wasserschaden an einer Frankfurter Schule“, sagt Schneider.

Fußböden auf allen drei Etagen mussten ausgetauscht und Wände neu gestrichen werden. Im Zuge der Sanierung bekamen die Räume neue Stühle und Tische sowie technische Ausstattung. „Ein Luxus“, sagt Naturwissenschaftslehrer Matthias Helb, der auch vom „Jugend forscht-Schulpreis“ berichtet, den die Schule am Mainbogen im vergangenen Jahr gewonnen habe. Er fügt hinzu: „Das alte Mobiliar war 20 bis 30 Jahr alt.“

Brandschutzmaßnahmen, die ohnehin angestanden hätten, wurden im Zuge der Sanierung gleich mit umgesetzt. In der Mensa und der Küche stehen diese Arbeiten noch an. Daher ist unklar, ab wann im kommenden Jahr wieder Essen angeboten werden kann. Zwei Millionen Euro habe die „Beseitigung des Schadens“ gekostet, teilt Schneider mit. Welche Summe davon eine Versicherung zahlt, könne noch nicht beantwortet werden, sagt Schneiders Sprecher Günter Murr. 275 000 Euro hat die Erneuerung der Fachräume, die die Stadt zahlt, gekostet, 120 000 Euro der Brandschutz, Maler- und Fußbodenarbeiten.

Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen

„Ab kommender Woche werden zunächst die Schüler der siebten Klassen die Biologie-, Chemie- und Physik-Räume wieder nutzen“, berichtet Georg. Vom neuen Schulhalbjahr an sollen dann auch die Acht- bis Zehntklässler zurück kehren, die derzeit noch im Schulgebäude der früheren Freien Christlichen Schule in der Jakobsbrunnenstraße unterrichtet werden. Für die pendelnden Lehrkräfte sei das anstrengend gewesen: „Die Belastung im Kollegium war sehr hoch“, sagt Georg.

Noch sind nicht alle Arbeiten an der ehemaligen Heinrich-Kraft-Schule abgeschlossen. Ein Holzmodulbau wird gerade eingerichtet. Er soll der wachsenden Schule ab Februar mehr Platz bieten. 672 Schüler hat die Kooperative Gesamtschule derzeit. 358 seien es vor sieben Jahren gewesen, sagt Schulleiterin Georg. Das Holzgebäude hatte vorher an der Sindlinger Ludwig-Weber-Grundschule als Provisorium gestanden. „Es ist ein hoch- und vollwertiges Schulgebäude und kann dauerhaft, unbegrenzt hier stehen“, versichert Baudezernent Schneider. Etwa 20 Klassenräume und ein Elternsprechzimmer sollen in dem zweistöckigen Bau eingerichtet werden.

Darüber hinaus werde noch der angrenzende Schulhof verschönert, berichtet Christine Georg. Ein Atrium mit Bühne soll entstehen und für Unterricht sowie Pausen genutzt werden können. Außerdem werde ein Container neben der benachbarten Grundschule drei Bäumen weichen. „Nach den Sommerferien atmen wir durch“, sagt die Schulleiterin. Sie hofft, dass alle Arbeiten bis dahin abgeschlossen sein werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare