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Diskussion um Parkplätze am Alten Rathaus in Fechenheim

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Von: Fabian Böker

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Seit der Zusammenlegung des Fechenheimer Reviers mit dem Bergen-Enkheimer gibt es im Alten Rathaus in der Pfortenstraße nur noch einen Polizeiposten.
Seit der Zusammenlegung des Fechenheimer Reviers mit dem Bergen-Enkheimer gibt es im Alten Rathaus in der Pfortenstraße nur noch einen Polizeiposten. © christoph boeckheler*

Der Ortsbeirat fordert, dass künftig nicht mehr alle Stellflächen in der Pfortenstraße der Polizeiposten zur Verfügung stehen. Die Wache selbst sagt, sie benötige alle Parkplätze.

Einst gab gar keine öffentlichen Parkplätze vor dem Alten Rathaus in der Pfortenstraße in Fechenheim, alle neun Stellplätze wurden vom dortigen 7. Polizeirevier genutzt. Dann wurde das aber mit dem 18. in Bergen-Enkheim zusammengelegt, in Fechenheim blieb ein Polizeiposten zurück, unter anderem mit dem Schutzmann vor Ort. Fünf der Parkplätze werden für die Polizei reserviert. Doch werden diese Parkplätze wirklich permanent benötigt? Darüber hat der Ortsbeirat 11 (Fechenheim, Seckbach, Riederwald) in seiner jüngsten Sitzung diskutiert.

Ausgangspunkt war ein Antrag der Linken-Fraktion. Demnach sollten vier der fünf Stellplätze der Öffentlichkeit zugänglich und mit entsprechenden Schildern ausgewiesen werden. Hintergrund sei der enorme Parkdruck in diesem Bereich, der durch die Maßnahme entschärft werden könnte.

Doch so einfach sei es nicht, gaben andere Mitglieder des Ortsbeirates zu bedenken. Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD) berichtete von einem Gespräch mit dem Leiter des Polizeipostens, in dem dieser darum gebeten habe, alle fünf Parkplätze behalten zu können. Benjamin Wiewiorra, Fraktionsvorsitzender der CDU und selbst Polizist, sieht das ähnlich. „Die Parkplätze werden prinzipiell alle benötigt“, sagt er auch am Tag danach. Und erklärt noch einmal, warum. Es komme immer wieder vor, dass zwei Streifenwagen dort parken. „Wenn dann noch ein oder zwei Bürger ein Anliegen haben und den Polizeiposten aufsuchen, dann sind bis zu vier Parkplätze belegt.“

Wiewiorra sieht auch keinen Gegensatz zu Beobachtungen, die zum Beispiel Fresia Rodriguez Aguilera (Linke) gemacht hat. Sie berichtete, dass immer wieder, sobald sie an dieser Stelle vorbeikomme, kein einziger der Parkplätze besetzt sei. „Das mag vorkommen, ja“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Aber es müsse garantiert sein, „dass jemand, der zur Polizei will, auch direkt davor parken kann“. Das sei eine Form des Servicegedankens, der für ihn zur Polizei dazu gehöre.

Kompromiss gesucht

Wiewiorra will nun seine Kontakte nutzen, um noch einmal genau den Parkplatzbedarf zu eruieren. Schon jetzt schlägt er aber einen Kompromiss vor: „Die Linken wollten einen Parkplatz für die Polizei behalten, die Polizei selbst alle, ich könnte mir vier vorstellen.“ Stefan Klee ist ebenfalls kompromissbereit, würde der Polizei zumindest zwei Plätze zugestehen. „Die Polizei braucht die fünf Plätze nicht 24 Stunden am Tag“, so Klee.

Die Suche nach dem Kompromiss geht nun weiter, denn die Linken nahmen ihren Antrag vorerst zurück.

Einigkeit herrschte aber in einer anderen Frage. Denn egal, wie viele Parkplätze nun für die Polizei reserviert bleiben, gelte diese Regelung wie aktuell auch schon immer nur während der Dienstzeiten. Darüber hinaus stehen sie der Öffentlichkeit zur Verfügung.

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