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Reisebusse bringen viele Touristen in die Stadt. Darüber freut sich die Stadt - aber nur, wenn sie an den richtigen Haltestellen stehen.

Innenstadt

Touristen-Busse sorgen für Ärger

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Besonders auf der Berliner Straße parken in Frankfurt viele Touristen-Busse. FDP und SPD fordern stärkere Kontrollen.

Die Frankfurter Innenstadt ist bei Touristen beliebt. Viele Touristen kommen mit Reisebussen in die Stadt, die Busse parken unter anderem auf der Berliner Straße. Daran stört sich die FDP-Fraktion im Römer.

„Das bestehende eingeschränkte Halteverbot wird von vielen Reisebussen konsequent ignoriert, was zu zusätzlichen Staus und Behinderungen des Verkehrs an der Berliner Straße führt“, sagte Elke Tafel-Stein, die planungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. Um Abhilfe zu schaffen, sollte die städtische Verkehrspolizei den ruhenden Verkehr auf der Berliner Straße „kontinuierlich“ kontrollieren und Knöllchen ausstellen. „Das Missachten des eingeschränkten Halteverbots direkt vor dem Paulsplatz soll dabei im Fokus der Kontrolle liegen“, sagte sie und verwies auf einen aktuellen Antrag ihrer Fraktion.

28 Parkplätze für Reisebusse in Frankfurt

Laut Straßenverkehrsamt dürfen vor der Paulskirche insgesamt sechs Reisebusse maximal eine Viertelstunde lang stehen, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Parkgebühren werden nicht verlangt. Fünf weitere kostenfreie Parkplätze für Reisebusse sind ganz in der Nähe – an der Ecke Berliner Straße und Großer Hirschgraben. Insgesamt hat die Stadt 28 Parkplätze für Reisebusse in der Stadt ausgewiesen – viele rund um den Hauptbahnhof sowie am Schaumainkai.
Am südlichen Mainufer sind es zwischen Eisernem Steg und Alter Brücke 25 kostenfreie Parkplätze – die Reisebusse parken  dort Stoßstange an Stoßstange.

Das stört den zuständigen Ortsbeirat in Sachsenhausen. Der Ortsbeirat 5 spreche sich gegen die Ausweitung des Busparkbereichs rund um den Eisernen Steg aus, heißt es in einem aktuellen Antrag der SPD-Fraktion im Stadtteilgremium. Und weiter: „Vielmehr fordert er eine Verlegung der Busparkplätze.“ Es sei gefährlich, dass die Busse direkt am Radweg parkten, was die Sicht von Radfahrern und Fußgängern beschränke. „Dies stellt für die Radfahrer und für die aussteigenden Busreisenden eine nicht unerhebliche Gefährdung dar.“ 

Um Reisebusse, die außerhalb der erlaubten Parkzone parken, stärker zu kontrollieren, schlägt die SPD-Fraktion am südlichen Mainufer eine Ausweitung der Verkehrskontrollen vor – sowie ein „tragfähiges Busparkkonzept, welches Sachsenhausen nicht weiter belastet“.

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