Eintracht Frankfurt

FDP setzt auf Bargeld

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Die Eintracht-Fans sollen Wurst und Bier ohne Karte bezahlen können. Was mit ihren Guthaben geschieht, ist weiter offen.

Die Frankfurter FDP fordert, im Waldstadion kein weiteres Bezahlsystem mit Karten einzuführen, sondern zur Bezahlung mit Bargeld zurückzukehren. Einen entsprechenden Antrag hat der Kreisverband auf den Weg gebracht. Hintergrund ist die Insolvenz der Firma Payment Solution, die die Stadionbesucher mit sogenannten Just-Pay-Bezahlkarten versorgt hatte. Sie dienten an den Imbissständen als alleiniges Zahlungsmittel. Auf den knapp 70 000 Karten, die noch im Umlauf sind, befindet sich noch ein Guthaben von einer halben Million Euro. Ob und wie Fußball-Fans oder regelmäßige Konzertgänger an ihr Geld kommen, ist offen.

„Würstchen und Bier mit Bargeld zu bezahlen, sollte selbstverständlich möglich sein“, sagte die FDP-Bundestagswahlkandidatin für den Wahlkreis 183, Katharina Schreiner. Sollte es dennoch auch in der kommenden Saison wieder eine Bezahlkarte geben, „dann sollten auch die Einlagen der Fans gesichert sein“, forderte sie. Die Anhänger der Eintracht dürften „kein zweites Mal die Verlierer sein“.

Payment Solution hatte Anfang Mai Insolvenz angemeldet. Daraufhin wollten zahlreiche Fans beim vorletzten Eintracht-Heimspiel der Saison ihre Karten zurückgeben und das Guthaben ausgezahlt bekommen. Das war aber nur bis zur Halbzeitpause möglich, danach ging den Mitarbeitern an den Ständen das Bargeld aus. Beim letzten Heimspiel der Saison konnten die Karten gar nicht mehr eingesetzt werden. Die Fans bezahlten Wurst und Bier in bar.

Erst im Juli soll sich entscheiden, ob die Inhaber der Karten doch noch Geld zurückbekommen. Sollte eine andere Firma die Geschäfte von Payment Solutions übernehmen, könnten die Guthaben übertragen werden. Denkbar ist auch, dass die Eintracht in die Bresche springt, obwohl sie dazu nicht verpflichtet ist. Vorstand Axel Hellman hatte Beratungen darüber angekündigt. 

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