Frankfurt-Rödelheim

Mieter schützen

  • schließen

Der Ortsbeirat 7 wünscht sich für den Stadtteil eine Milieuschutzsatzung. Noch existieren in Rödelheim zahlreiche Quartiere mit vergleichsweise günstigen Mieten. Doch es gebe eine Aufwertungstendenz.

Die Stadt Frankfurt soll prüfen, ob sie für Rödelheim eine Milieuschutzsatzung aufstellen kann. Mehrheitlich votierte der Ortsbeirat 7 für diese Initiative der SPD-Fraktion. Erhaltungssatzungen gibt es unter anderem für Teile des Westends sowie für das Ostend, Bornheim, Sachsenhausen, das Gutleutviertel und Bockenheim.

Milieuschutzsatzungen sollen Instrument gegen die Vertreibung angestammter Mieter sein und dem Erhalt bezahlbaren Wohnraums dienen. Nach Ansicht der SPD eignet sich auch Rödelheim dafür. Zwar liegt der Stadtteil eher in der Peripherie, ist aber ähnlich urban strukturiert. Das resultiert aus der eigenständigen Geschichte als Standort für Industrie und Gewerbe.

Noch existieren in Rödelheim zahlreiche Quartiere mit vergleichsweise günstigen Mieten. In den vergangenen Jahren ist jedoch auch in Rödelheim eine zunehmende Aufwertungstendenz zu beobachten. Noch besteht aus Sicht des Ortsbeirats die große Chance, „die angestammte Bevölkerung vor einer drohenden Verdrängung zu schützen“, begründet SPD-Fraktionschef Hans-Jürgen Sasse den Vorstoß.

Irritiert zeigte sich der Sozialdemokrat allerdings über das Abstimmungsverhalten der CDU im Ortsbeirat 7. „Dass die FDP als selbsternannte Partei der Besserverdienenden den Antrag ablehnt, hat mich nicht gewundert. Dass die CDU aber die Angst vor Sozialismus und Planwirtschaft schürt, ist abstrus und macht deutlich, dass man in der CDU immer noch nicht die Lage auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt begriffen hat.

Es ist also kein Wunder, dass Liegenschaftsdezernent Schneider von der CDU sich so schwer mit der Ausübung von Vorkaufsrechten im Geltungsbereich der Satzungen tut, es fehlt einfach der politische Wille, gierigen Investoren auf die Finger zu klopfen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.             

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare