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Jugendliche trinken Alkohol auf einer Parkbank auf dem Adlhochplatz.

Sachsenhausen

Kein Runder Tisch gegen Lärm

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Bänke am Adlochplatz werden abgebaut. Die SPD scheitert im Ortsbeirat mit dem Vorstoß, die Sitzgelegenheiten zu erhalten.

Die Bänke auf dem Adlochplatz sind wohl Geschichte. Die SPD im Ortsbeirat 5 hatte noch einmal versucht, den Abbau zu verhindern. In einem Antrag hatte sie für einen Runden Tisch plädiert, der Kompromisse und Lösungen erarbeitet (wir berichteten). Dieser kam aber bei FDP, Grünen und CDU gar nicht gut an, in der vergangen Sitzung folgte eine hitzige Diskussion. Das Ergebnis: Der Antrag wurde abgelehnt.

„Die SPD kommt zu spät“, sagte Florian Reineking von der FDP. Man habe bereits mit allen gesprochen und meint die Aufzählung der SPD (Präventionsrat, Gewerbetreibende, Anwohner, Stadtpolizei, „Nachtbürgermeister“ von Alt-Sachsenhausen) mit der die Fraktion sich austauschen wollte. Die SPD habe das Problem verschlafen.

Das Problem ist der abendliche Lärm auf dem Platz, vor allem Jugendliche treffen sich dort an den Wochenenden. SPD-Antragssteller Thomas Murawski bestritt nicht, dass er spät dran gewesen sei. Er kritisierte aber, dass in die Entscheidungsfindung nicht der ganze Ortsbeirat miteinbezogen gewesen sei, sondern die in einer internen FDP-Veranstaltung getroffen wurde.

Das Abbauen der Bänke betreffe viel mehr Menschen negativ als der abendliche Lärm. Knut Dörfel von den Linken pflichtete ihm bei, auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hege Bedenken, dass es für die Senioren bald keine Möglichkeit zum Ausruhen mehr gebe. In einer Petition hätten sich zudem 500 Menschen dagegen ausgesprochen.

Wenn sich herausstellen sollte, dass nach dem Abbau der Bänke weitere Beschwerden kämen, würde man sie eben wieder aufstellen, sagte Reinhard Klapproth von den Grünen. Murawski äußerte daraufhin Zweifel und vermutete, dass dadurch ein hoher finanzieller Schaden entstehe. Die SPD hatte in ihrem Antrag außerdem eine stärkere Kontrolle der Stadtpolizei gefordert. Die habe aber keine Kapazitäten, auch wenn ich mir das wünschen würde, so Reineking. 

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