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Unterricht in Hessen: Wie oft er ausfällt, weiß der zuständige Minister nicht so genau.

Schulen in Franfurt

IGS Kalbach-Riedberg bekommt Neubau

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Eine große Mehrheit stimmt im Frankfurter Stadtparlament dem Bau eines dauerhaften Schulgebäudes für die Integrierte Gesamtschule (IGS) Kalbach-Riedberg trotz stark gestiegener Kosten zu.

Das Stadtparlament wird heute mit großer Mehrheit die Errichtung eines dauerhaften Schulgebäudes für die bisher in einem Übergangsquartier untergebrachte Integrierte Gesamtschule (IGS) Kalbach-Riedberg beschließen. Und das, obwohl der Magistrat inzwischen mit fast 47 Millionen Euro Kosten rechnet. Das sind 7,3 Millionen Euro mehr als zunächst veranschlagt. Nur FDP, AfD und BFF wollen gegen die Bau- und Finanzierungsvorlage stimmen.

Stefanie Minten, die Elternbeiratsvorsitzende der Schule, warb am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss eindringlich dafür, die Vorlage jetzt zu beschließen, um keine Zeit mehr zu verlieren. Schließlich sollen Schüler und Lehrer im Jahr 2021 umziehen können. Doch da war bereits klar, dass die Koalition das Bauvorhaben trotz der Kostensteigerung und Kritik des Revisionsamts am heutigen Donnerstag auf den Weg bringen will. CDU-Fraktionschef Michael zu Löwenstein sagte, das Amt für Bau und Immobilien habe sich Punkt für Punkt mit den Einwänden des Revisionsamts auseinandergesetzt. „Das hat mich überzeugt.“ 

Die FDP-Fraktionsvorsitzende Annette Rinn kritisierte etwa die hohen Kosten des Gebäudes pro Schüler und eine erneute Überschreitung der Standards, die sich die Stadt beim Schulbau leiste. Grünen-Fraktionschef Manuel Stock warnte dagegen davor, die pädagogischen Standards infrage zu stellen, und betonte, es handele sich um eine Ganztagsschule, die auf Inklusion setze. 

Hessen-Agentur baut

Baudezernent Jan Schneider (CDU) wies im Ausschuss darauf hin, dass es sich beim zunächst angesetzten Betrag um eine Schätzung gehandelt habe. Die Lohnkosten im Baugewerbe seien gestiegen. Die Schule erhalte nun auch etwa eine Lehrküche und eine bessere Belüftung und Beleuchtung als zunächst geplant. „Wir geben nicht einfach sieben Millionen Euro mehr für das gleiche Produkt aus“, sagte er. Kritik am Amt für Bau und Immobilien wies er zurück. Schließlich plane und baue die Hessen-Agentur die Schule für die Stadt. 

Der Neubau an der Gräfin-Dönhoff-Straße soll Platz für 600 Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 bieten, die Ganztagsunterricht erhalten, bis 16.30 Uhr in der Schule sind. Die allgemeinen Unterrichtsräume werden jahrgangsstufenweise angeordnet. Je vier Klassenräume gruppieren sich um einen zentralen multifunktionalen Gruppenraum. Auch die öffentlichen Bereiche der Schule sollen als Kommunikations- und Lernzonen dienen. 

Zudem erhält die Schule mit einem Schwerpunkt in der Förderung von Schülern mit Hör- und Sprachstörungen Räume für Sprach- und Inklusionstherapie. Ein Beratungszentrum wird angesiedelt. Eine Aula, eine Mensa mit Küche und eine Zweifeld-Sporthalle entstehen ebenfalls. 

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