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Der Kaiserlei-Kreisel in Offenbach.

Halle Frankfurt/Offenbach

Frankfurter sauer auf Offenbach

Frankfurter Politiker sind verärgert über die neue Offenbacher Koalition. Diese lehnt den Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei ab.

Von Timur Tinç

Die ablehnende Haltung der neuen Offenbacher Koalition gegenüber einer Multifunktionshalle am Offenbacher Kaiserlei hat in der Frankfurter Politik für Verärgerung gesorgt. Die FR hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass der Zusammenschluss aus CDU, Grünen, Freien Wählern und FDP lieber die Fläche für Gewerbe nutzen wolle.

„Das grenzt an eine Unverschämtheit“, findet Gert Trinklein, sportpolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion. „Die Verhandlungen zwischen der Stadt Offenbach und der Stadt Frankfurt laufen bereits seit Jahren; dies alles nun über den Haufen zu werfen, ist kein feiner Umgang mit dem direkten Nachbarn.“

Zwei Interessenten hatten sich im Februar auf die Ausschreibung der Stadt Frankfurt für den Bau einer bis zu 13 000 Zuschauer fassenden Halle für Sport- und Großveranstaltungen sowie Konzerte beworben. Die Stadt Offenbach hatte der Stadt Frankfurt schon vier Jahre zuvor 20 000 Quadratmeter Fläche am Kaiserlei zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug unterstützt Frankfurt die Nachbarstadt beim Umbau des Kaiserlei-Kreisels. Rund 8,5 Millionen Euro sind bereits gezahlt worden, wie der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) kürzlich berichtete.

„Wir fordern die Akteure dringend auf, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken“, sagte Roland Frischkorn, der Vorsitzende des Frankfurter Sportkreises. Auch sein Amtskollege aus Offenbach, Peter Dinkel, hält die Multifunktionsarena für ein „Herzstück in der Angelegenheit, den regionalen Sport gemeinsam weiterzuentwickeln.“

Ende Juni werden sich alle Beteiligten – die Städte Frankfurt und Offenbach, die zwei Interessenten sowie der Projektsteuerer – zu einem Gespräch treffen.

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