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S-Bahn-Verkehr in Frankfurt.

Vergünstigungen für Politiker in Frankfurt

Frankfurt-Tickets für Ortsbeiräte

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Auch die Ortsbeiräte in Frankfurt sollen vergünstigt mit Bus und Bahn fahren. Dies fordert der Ortsbeirat 10. Die Vergünstigungen seien eine Anerkennung für die ehrenamtliche Tätigkeit.

Der Magistrat soll prüfen, ob er den Mitgliedern der Ortsbeiräte ein Frankfurt-Ticket für die kostenlose Nutzung von Bus und Bahn zur Verfügung stellt. Das hat der Ortsbeirat 10 gefordert.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Stadtteilgremiums besuchten zahlreiche Termine und Sitzungen, „die nicht fußläufig erreichbar sind“, erklärte Lothar Kramer von den Linken seinen Vorstoß. Gerade in Ortsbeiräten wie dem Zehner, der fünf Stadtteile umfasst, bedeute das einen großen Aufwand. „Daher sollten die Mitglieder der Ortsbeiräte die gleichen Rechte wie die Stadtverordneten und Magistratsmitglieder bekommen“, die bereits ein Frankfurt-Ticket erhalten.

Michael Bartram-Sitzius (SPD) lehnt den Antrag der Linken ab. Er sieht darin ein „verkehrtes Signal, das den Eindruck erweckt, wir würden uns die Taschen voll machen“. Sein Fraktionskollege Kurt Schomburg wittert eine „Bedienungsmentalität“. Andreas Eggenwirth (FDP) will den „Verdacht eines Selbstbedienungsladens“ vermeiden. Auch Klaus Georg von den Grünen hat „Bauchschmerzen, wenn wir uns bedienen“, ist aber nicht gänzlich abgeneigt.

Ayse Dalhoff von den Linken wertet die Idee dagegen als „Anerkennung für das Ehrenamt“. Das sollte aber dann, so Andreas Eggenwirth, „für alle Ortsbeiräte gelten, nicht nur für uns“. Die Antragsteller folgten der Anregung. Sie formulierten den ursprünglichen Etat-Antrag in einen Prüfungs- und Berichtantrag um, der mit knapper Mehrheit angenommen wurde. 

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