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Der Rasen von OB Peter Feldmann (SPD) beschäftigt das Stadtparlament.

Stadtparlament in Frankfurt

Fragestunde zu OB Peter Feldmanns Rasen

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Im Frankfurter Römer geht es um OB Peter Feldmanns Rasen - genauer gesagt um die Frage: Wer mäht ihn eigentlich und für wie viel Geld?

Der Garten von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wird am heutigen Donnerstag die Stadtverordneten beschäftigen. Anlass ist eine Anfrage der FDP-Fraktion. Darin heißt es, nach Berichten von Nachbarn werde der Garten am Privathaus des OB regelmäßig von Mitarbeitern des Grünflächenamts gepflegt. Annette Rinn, Fraktionschefin der FDP, will vom Magistrat den Grund dafür wissen und fragt, wie es Feldmann mit der Bezahlung dieser Dienstleistung halte.

Für Römer-Insider ist das Thema nicht neu. Vor allem im OB-Wahlkampf gab es Gerüchte, Feldmann könne ein Amt für private Angelegenheiten missbrauchen. In die Medien schafften es diese Vorwürfe nicht – was vor allem damit zu tun haben dürfte, dass sie im Kern einfach nicht zutreffen.

Die Frage im Römer wird heute nicht Feldmann, sondern Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) beantworten, der das Grünflächenamt untersteht. Sie wird nach FR-Informationen bestätigen, dass der Garten von Feldmanns Privathaus im Norden Frankfurts von städtischen Gärtnern gepflegt wird. Das sei aber nicht ungewöhnlich. Auch viele frühere Stadtoberhäupter – darunter Feldmanns Vorgängerin Petra Roth (CDU) – hätten das Amt beauftragt. Daran habe es bisher auch keine Kritik gegeben. Oberbürgermeister, so die Überlegung, müssten bisweilen ihre Gäste auch in ihrem Privathaus empfangen. Deshalb sollte der Garten ordentlich aussehen.

Vor allem aber bezahlt der OB die Leistung. Der FR liegt eine Rechnung vor, in der das Amt für das Jahr 2017 insgesamt 15 Arbeitsstunden von Gärtnern und Vorarbeitern abrechnet. Dafür musste der Oberbürgermeister 425,38 Euro bezahlen. Eine private Firma mit den Arbeiten zu beauftragen, ist für den OB keine Option. Da Feldmann in der Regel nicht zu Hause ist, wenn sein Garten gepflegt wird, müsste er Außenstehenden einen Schlüssel für sein Privathaus überlassen. Das hält man im Römer für keine gute Idee.

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