Station Ostendstraße

Ehrung für Retter

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Der Ortsbeirat 4 will eine Gedenktafel für Mustafa Sözen an der Station Ostendstraße. Die Bahn ist im Gespräch mit der Familie des Verstorbenen.

Der Ortsbeirat 4 möchte, dass an der S-Bahn-Station Ostendstraße an Mustafa Alptug Sözen erinnert wird. Einem gemeinsamen Antrag von Grünen, CDU, FDP und Die Frankfurter folgend hat sich das Gremium in seiner Sitzung am Dienstagabend mehrheitlich dafür ausgesprochen, mit einer Tafel des „selbstlosen Einsatzes“ des 17-Jährigen zu gedenken. 

Sözen war im November ums Leben gekommen, als er an der Haltestelle ins Gleisbett gestiegen war, um einem betrunkenen Obdachlosen zu helfen. Dabei war er von einer Bahn überfahren worden und am Unfallort gestorben. 

Der Ortsbeirat möchte, dass die Einzelheiten, auch der Text für die Gedenktafel, mit den Angehörigen Sözens abgestimmt werden. Das Gremium diskutierte länger über den Antrag. Wichtig war mehreren Politikern, dass die Familie über die Form der Ehrung entscheiden müsse. Dass Sözens Einsatz gewürdigt wird, stellte kein Ortsbeiratsmitglied in Frage. 

Die Deutsche Bahn steht dem Antrag des Ortsbeirats offen gegenüber, sagt eine Sprecherin. Die Bahn wolle „auf alle Fälle“ in einer “angemessenen und würdigen Form“ an Sözen erinnern. Sie sei in Gesprächen mit der Familie, diese müsse entscheiden, in welcher Form eine Ehrung gewünscht sei. Auch mit der Stadt stimme sich die Bahn ab. 

Die Station Ostendstraße nach Sözen umzubenennen, sei schwierig, da der Name der Orientierung diene, so die Sprecherin. Allerdings sei das Thema noch nicht vom Tisch. In einer Online-Petition haben sich rund 57.000 Personen für die Umbenennung ausgesprochen. 

Offen sei zudem, ob es an der Haltestelle künftig wieder eine Notrufsäule geben wird, wofür sich der Ortsbeirat ausgesprochen hatte. „Der schnellste Weg zur Notrufzentrale sind die Nummern 110 und 112“, sagt die Sprecherin. 

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