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Die FDP demonstriert auf der Friedberger Landstraße.

Frankfurt-Nordend

Demo für zwei Spuren auf der Friedberger

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Die FDP im Ortsbeirat will keine Reduzierung der Fahrbahn auf der Friedberger. Der Radentscheid Frankfurt äußert Kritik.

Die Friedberger Landstraße soll zweispurig bleiben – dafür haben am Montagmorgen Mitglieder der FDP aus den Ortsbeiräten 3 (Nordend) und 4 (Bornheim, Ostend) demonstriert. Die Teilnehmer zogen ab 8 Uhr auf der rechten Fahrspur der Hauptstraße vom Nibelungenplatz zum Friedberger Platz. Laut Veranstalter nahmen bis zu 40 Personen teil. Der Protestzug richtete sich gegen die Ankündigung von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), die Friedberger Landstraße zu einer Fahrradachse ausbauen zu wollen - vom Friedberger Tor über die Kurt-Schumacher-Straße nach Sachsenhausen. „Wir sind nicht gegen Radwege, aber ein Verkehrschaos wollen wir auch nicht“, sagte Michael Rubin (FDP), Mitglied im Ortsbeirat 3. Er schlug alternative Routen für Radfahrer vor - etwa entlang der Günthersburgallee statt über die Friedberger Landstraße.

Der Radentscheid Frankfurt kam ebenfalls zur Veranstaltung, als kritischer Beobachter. „Radwege müssen sicher sein, auf Hauptstraßen und auf Nebenstraßen“, sagte Heiko Nickel vom Radentscheid Frankfurt. Die Friedberger Landstraße sei eine der Haupttrassen für den Radverkehr. Nickel stellte klar: „Wir sind nicht dafür, Fahrspuren zu sperren, sondern für sichere Radwege.“ Möglicherweise wäre es möglich, Parkplätze zugunsten eines Radwegs zu entfernen, und die Zweispurigkeit der Hauptstraße zu behalten.

Das Thema Radverkehr bleibt weiterhin präsent: Am Montagabend unterstützen die Grünen in Frankfurt auf einer Diskussion im Haus der Jugend den Radentscheid und forderten den zügigeren Ausbau von Radwegen. Die FDP kündigte eine Veranstaltung zum Thema an, am Mittwoch, 17. Oktober, im Mosaik, Freiligrathstraße 57, ab 19.30 Uhr. 

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