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Manche in Frankfurt fühlen sich gerade an das Jahr 2017 erinnert, als sich die FDP unter Christian Lindner dann doch gegen eine Jamaika-Koalition entschied.
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Manche in Frankfurt fühlen sich gerade an das Jahr 2017 erinnert, als sich die FDP unter Christian Lindner dann doch gegen eine Jamaika-Koalition entschied.

Koalition in Frankfurt

Frankfurt: FDP lässt Koalition platzen - „Lindner lässt grüßen“

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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  • Christoph Manus
    Christoph Manus
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Die Entscheidung des Frankfurter FDP-Parteitags gegen den Koalitionsvertrag mit Grünen, SPD und Volt stößt in sozialen Medien auf Hohn und Spott.

In den sozialen Medien ist viel vom „Lindnern“ die Rede. Oder vom „den Lindner machen“. Nachdem die Frankfurter FDP dem Koalitionsvertrag nicht zugestimmt hatte und die Koalition mit Grünen, SPD und Volt vor dem Aus steht, drängte sich für die Nutzerinnen und Nutzer der Vergleich mit dem Bundesparteichef der Freien Demokraten geradezu auf: Die FDP hatte 2017 die Verhandlungen für eine Jamaika-Koalition abgesagt. „Dieses Mal erwischt es Frankfurt: FDP kippt (wieder mal) im letzten Moment den Koalitionsvertrag. Lindner lässt grüßen“, twitterte die SPD-Landtagsabgeordnete Elke Barth. „Wer nimmt eine solche Partei, die sich immer, wenn es ernst wird, in die Büsche schlägt, noch ernst?“

Manche wundern sich, dass die Frankfurter Grünen überhaupt auf die FDP setzten

Spott und Hohn gab es für die FDP zur Genüge in den sozialen Medien. Auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Mirjam Schmidt kam nicht um Lindner herum und schrieb auf Twitter: „Verantwortung sieht anders aus. Wenigstens sind uns die Bilder mit Christian Lindner vom Balkon in Frankfurt erspart geblieben.“ Ihre Parteikolleginnen und Stadtverordneten Mirrianne Mahn und Julia Eberz dachten schon an neue Koalitionspartner und twitterten gleich mit dem Hashtag „frankfurtprogressiv“. „Frankfurt progressiv“ nannte sich die Initiative, die sich während der Sondierungsgespräche für ein Linksbündnis von Grünen, SPD und Linke einsetzen. „Nun gilt es, andere Mehrheiten ohne die Lindnerpartei zu finden“, schrieb Eberz.

Andere wundern sich, dass die Grünen ausgerechnet auf die FDP als Bündnispartner setzen wollten. „Schon witzig, wie die Grünen in Frankfurt gerade merken, dass die FDP vielleicht doch nicht hinter der Verkehrswende steht“, kommentiert Fridays for Future Frankfurt auf Twitter. Hannes Kaulfersch vom StadtschülerInnenrat spekuliert, wie es nun weitergeht. „Dann werden die FDP-Punkte aus dem Koalitionsvertrag gestrichen und mit den Linken noch ein bisschen ergänzt. Zum Schluss noch ein bisschen Streit um die Dezernatsposten. Fertig“, schreibt er auf Twitter.

Frankfurt: Auch Lob für FDP-Entscheidung

Doch es gibt auch Lob für die Entscheidung des FDP-Parteitags. Der CDU-Stadtverordnete Yannick Schwander sieht darin ein Zeichen, dass nicht alle Parteimitglieder sich das „Grüne Manifest diktieren lassen“. Ausdrücklich begrüßt die Frankfurter AfD das Votum des FDP-Parteitags. „Es ist erfreulich, dass die FDP ihre politische Linie wiederentdeckt hat“, sagt Patrick Schenk, Vorsitzender der AfD im Römer. Der vorliegende Koalitionsvertrag sei ein „Dokument ökosozialistischer Allmachtsfantasien“.

Kurz nach der Entscheidung der FDP am späten Abend gibt es in den sozialen Medien das erste Koalitionsangebot für Grüne, SPD und Linke. Es kommt von der Fraktion, dem Zusammenschluss von Der Partei und den Piraten im Römer. Sie twittern: „Unsere Telefonnummern habt Ihr, ne?“ (Sandra Busch und Christoph Manus)

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