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Bäppi La Belle will Spaß statt Stress in der Fastnacht.

Fastnacht in Frankfurt

Die Fastnacht stärken

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Der neue Verein um Bäppi La Belle, die Gemeinschaft Frankfurter Fastnacht (GFF), will die Frankfurter Fassenacht und Jugendarbeit stärken, nicht aber den Großen Rat demontieren.

Der neue Verein, die Gemeinschaft Frankfurter Fastnacht (GFF) soll keine Konkurrenz zum Großen Rat werden. Das stellte Präsident Marcus Rahner am Freitag klar. „Wir wollen einen weiteren Beitrag für die Frankfurter Karnevalslandschaft bieten.“ Keiner wolle den Großen Rat demontieren oder schädigen, sondern vielmehr stärken. Die Arbeit soll parallel laufen. Der Fastnachtsumzug, die Ernennung des Prinzenpaares, all das bleibe dem Großen Rat vorbehalten.

Thomas Bäppler-Wolf alias Bäppi La Belle übernimmt den Posten des Vizepräsidenten. „Uns geht es darum, den Brauchtum zu pflegen und die Jugendarbeit zu fördern“, sagt er. Die vernachlässige der Großen Rat, sagt Rahner. Dabei sei die Kinder für die Fastnacht zu begeistern eine wichtige Aufgabe. Viele Vereine überaltern, der Nachwuchs bleibe aus. Die GFF möchte helfen, etwa mit moderneren Tanzangeboten oder einer Kooperationen mit dem Abenteuerspielplatz. Denn in den strengen Strukturen des Großen Rats seien Veränderungen kaum möglich, sagt Bäppler-Wolf.

In letzter Zeit habe es zu viel Stress gegeben, er spielt auf die Wirrungen in der Frankfurter Fassenachts-Szene an. Mitglieder des Großen Rats waren zurückgetreten, Fastnachtskollegen hatten sich zerstritten. „Die Intrigen sollten beendet werden“, findet Rahner. Die Mainzer, Kölner, ja, gar die Offenbacher sollen nicht länger über die Frankfurter Fassenacht lachen. Bäppler-Wolf selbst sei gefragt worden, ob er Präsident des Großen Rates werden wolle. Er lehnte ab: „Auf einem Minenfeld kann man keine Sirtaki tanzen.“

Spaß zu kurz gekommen

Denn vor allem soll die Fassenacht Spaß machen, findet Bäppler-Wolf. Dieser sei in letzter Zeit zu kurz gekommen. Sein Amt als langjähriger Sitzungspräsident der Rosa-Cloudchen hat er niedergelegt. „Ich konnte nicht mehr guten Gewissens der Frontman sein“. Die GFF möchte nun zurück zu den Anfängen. Etwa die Frankfurter Regenbogen Sitzung wieder aufleben lassen. Am Rosenmontag soll Daniel Kübelbock auftreten, wo steht noch nicht fest. Das bedeute allerdings nicht, dass die Cloudchen-Sitzung nun abgesagt werde, sagt Bäppler-Wolf. Sie brauche lediglich einen neuen Moderator.

Der neue Verein, der sich erst am 12. August gründete, möchte schon dieses Jahr mit einer eigenen Feier im Einkaufszentrum MyZeil die Karnevalssaison am 11. November eröffnen. Doch auch die soll keine Gegenveranstaltung zu der des Großen Rates sein, sagt Rahner. Viele Vereine feierten ihre eigene Eröffnungsveranstaltung.

Bislang zählt die GFF 35 Mitglieder. Doch bereits jetzt lägen ihnen weitere Anfragen vor, so dass sich die Zahl bis zum Saisonbeginn auf 100 erhöhe, schätzt Rahner. Viele der Mitglieder sind auch gleichzeitig im Großen Rat aktiv. Rahner selbst will trotzdem für den Großen Rat den Römer erstürmen. Mit dabei ist auch der amtierende Karnevalsprinz Michael Muntz. Harald Weber übernimmt die Aufgabe des Vizepräsidenten und Bernhard Braun die des Schatzmeisters. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus den Mitgliedbeiträgen und über Sponsoren. „Die Stadt haben wir erst gar nicht gefragt, die muss sparen“, sagt Bäppler-Wolf. Doch die Finanzierung sei auch so abgesichert.

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